Wirtschaft

Nächster Schritt im Lieferdienst-Streit

Velokuriere und Wiesner schliessen Sozialplan ab

Die Familie Wiesner Gastronomie mit Sitz in Dübendorf einigt sich mit Gewerkschaften auf einen Sozialplan. 120 Kuriere erhalten Abfindungen und Unterstützung bei der Stellensuche.

Velokuriere und Wiesner schliessen Sozialplan ab

Die Familie Wiesner Gastronomie AG mit Sitz in Dübendorf einigt sich mit Gewerkschaften auf einen Sozialplan. 120 Kuriere erhalten Abfindungen und Unterstützung bei der Stellensuche.

Im Streit zwischen dem Dübendorfer Unternehmen Familie Wiesner Gastronomie (FWG) AG und den Velokurieren ist es zu einer Einigung gekommen. Die FWG stellte den hauseigenen Velokurierdienst Ende Oktober ein und setzt seit November auf Plattformanbieter wie Uber Eats.

Die betroffenen Velokurierinnen und -kuriere und ihre Gewerkschaften Syndicom und Unia haben nach intensiven Verhandlungen mit der FWG einen Sozialplan vereinbart. Dies sei das Ergebnis eines monatelangen gewerkschaftlichen Kampfs der Belegschaft, teilen die Gewerkschaften mit.

Abfindung und Unterstützung für entlassene Kuriere

Rund 120 verbliebene Kuriere, die in den Städten Zürich, Bern, Basel und Zug tätig waren, erhielten deshalb im September ihre Kündigung per Ende Oktober. Bereits im Juni und Juli habe die FWG 40 Arbeitsverhältnisse beendet, auch diese Kuriere erhielten nun Abfindungen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Sozialplan sieht eine Abfindung von 2,5 durchschnittlichen Monatslöhnen vor. Die Einigung umfasst auch eine Besitzstandsgarantie bei internen Stellenwechseln und weitere Unterstützungen für die Betroffenen. So werden sie bei der Stellensuche unterstützt, und die FWG übernimmt die Kosten für Deutsch-Sprachkurse bis zu 1000 Franken. Ein Fonds für Härtefälle ist ebenfalls Teil des Plans.

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