Alnatura-Filialen verschwinden – auch Uster betroffen
Bio-Läden am Ende
Die Migros schliesst noch in diesem Jahr alle Filialen der Biomarktkette Alnatura. Was heisst das für die Angestellten und die frei werdenden Ladenflächen?
Das Schicksal der Alnatura-Filialen in der Schweiz ist besiegelt. Sie werden per Ende Jahr geschlossen – inklusive des einzigen Oberländer Standorts in Uster. Dies gaben die Migros und Alnatura am Dienstag gemeinsam bekannt. Die Filialen der deutschen Biomarktkette hatte die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) seit über einem Jahrzehnt im Franchisemodell betrieben.
Seit Ende Februar war bereits klar, dass der orange Riese die Filialen abstossen möchte, da sich die Migros künftig auf ihr Supermarktgeschäft fokussieren will. Von der Neuorientierung sind auch weitere Fachgeschäfte wie M-Electronics oder Do it + Garden betroffen. Erst Ende Juni schlossen die letzten beiden Oberländer Do-it-Standorte in Rüti und Wetzikon.
Weiterbetrieb bis Dezember
Die Alnatura-Filialen sollten jedoch nicht einfach verschwinden. Die Migros hatte nach einer Nachfolgelösung gesucht – offenbar erfolglos. Trotz intensiven Bemühungen habe sich kein neuer Partner finden lassen, heisst es in der Mitteilung. Alnatura selbst will den Betrieb der Filialen nicht übernehmen. Deshalb werden nun alle Biomärkte in der Schweiz aufgegeben.
Betroffen von den Schliessungen sind insgesamt 25 Standorte. Sie werden noch bis zum 31. Dezember weiterbetrieben. Bis dann soll sich für die Kundinnen und Kunden nichts ändern. Anschliessend will die Migros Bio-Artikel vermehrt über ihre Supermarktfilialen oder online vertreiben. Dazu sollen auch Alnatura-Produkte gehören.
Zehn Mitarbeitende in Uster betroffen
Schweizweit sind rund 260 Mitarbeitende von der Aufgabe der Bio-Läden betroffen. Sie sollten alle ein alternatives Stellenangebot von der Genossenschaft Migros Zürich erhalten, wird versichert. In Uster sind derzeit zehn Personen in der Filiale im Einkaufszentrum Illuster angestellt, wie die GMZ auf Anfrage schreibt.
Was mit den frei werdenden Ladenflächen geschieht, ist bisher noch offen. Dies gelte auch für den Standort in Uster, bestätigt die Migros. «Entweder wird er einem Migros-eigenen Format zugeführt oder an Dritte weitervermittelt.»