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Gesellschaft

Nach Bakterienfund im Quark

Update aus der Sennerei Bachtel: «Wir haben die Schwachstelle gefunden»

Nachdem im Quark der Sennerei Bachtel in Hinwil krankheitserregende Bakterien gefunden worden waren, sind jetzt die Ergebnisse der Analyse da.

Vital Brodbeck, Geschäftsführer der Sennerei Bachtel, gibt ein Update zum Bakterienvorfall.

Foto: Simon Grässle

Update aus der Sennerei Bachtel: «Wir haben die Schwachstelle gefunden»

Nach Bakterienfund im Quark

Nachdem im Quark der Sennerei Bachtel in Hinwil krankheitserregende Bakterien gefunden worden waren, sind jetzt die Ergebnisse der Analyse da.

Am Abend des 8. April gab das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen eine Warnung heraus. Im Produkt «Quark Vollmilch», hergestellt in der Sennerei Bachtel in Wernetshausen, wurden krankheitserregende Bakterien gefunden.

Das Produkt wurde umgehend zurückgerufen, vom Verzehr wurde abgeraten. Unterdessen arbeitete Vital Brodbeck, Geschäftsführer der Sennerei Bachtel, mit Hochdruck daran, herauszufinden, wie das Missgeschick passieren konnte.

Brodbeck sagte am Donnerstag nach dem Vorfall: «Jetzt ist leider das Schlimmste passiert, was passieren kann – das tut mir sehr leid. Wir sind in der Sennerei im absoluten Ausnahmezustand.»

Nun ist seit dem Vorfall eine Woche vergangen. Auf Nachfrage bestätigt Brodbeck: «Wir haben die Schwachstelle gefunden und behoben. Damit bleibt es bei dem zwar schwerwiegenden, aber hoffentlich einmaligen Fauxpas.»

Unzureichende Lagerung

Nach dem Vorfall wurden umgehend Milchproben bei den zehn Partnerbetrieben durchgeführt, von denen die Sennerei Bachtel ihre Milch bezieht. Die Ergebnisse, welche rund eine Woche auf sich warten liessen, sind nun da. «Wir konnten den betroffenen Betrieb ausfindig machen. Es handelt sich dabei um einen unserer Milchlieferanten», sagt Brodbeck.

Sennerei Bachtel, Vital Brodbeck
Der 180-Gramm- und der 500-Gramm-Rohmilchquark mit Mindesthaltbarkeitsdatum 23. April 2026 waren mit Bakterien kontaminiert.

Man habe das Problem mit dem betroffenen Bauern angeschaut und die Schwachstelle gefunden. Die Ursache lag in der Lagerung. «Es wurde umgehend eine neue Technik eingesetzt, wodurch die Lagerung der Milch nun geschlossen und wesentlich sicherer ist und ein solches Problem nicht mehr auftreten sollte», bestätigt Brodbeck.

Natürlich gebe es nie eine 100-prozentige Garantie – gerade bei Rohmilch. «Aber wir haben direkt Konsequenzen gezogen und hatten sowohl vorher wie auch nachher nie Probleme mit dem betroffenen Lieferanten.»

Und das Wichtigste: «Alle anschliessenden Proben unserer Milch, inklusive des Quarks, sind wieder einwandfrei – und die Produkte damit wieder bedenkenlos geniessbar.»

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