Darum klebt dieser Klub sein Logo ab
Niederlage neben dem Rasen
Fast wurde das Logo des FC Oberland United in einem Online-Voting zum schönsten der Region gekürt. Doch nun muss der Hinwiler Klub es ersetzen.
Der FC Oberland United ist noch keine dreieinhalb Monate alt. Und dem jüngsten Fussballklub aus der Region läuft es sportlich gut. In der Fünftliga-Gruppe 7 ist das Team mit sieben Punkten aus drei Spielen nach Verlustpunkten Leader und weist mit 15:10 Treffern ein Torverhältnis auf, das durchaus für Spektakel spricht. Und auch neben dem Platz macht der Klub von sich reden. Im Logo-Voting auf ZO-Online stiess er unter 30 Klubs bis in den Final vor und musste sich nur dem FC Bäretswil geschlagen geben.
Doch nun kassierte Oberland United abseits des Felds eine folgenschwere Niederlage. Und das Logo, das beinahe zum schönsten der Region gewählt worden wäre, gibt es nicht mehr. Der Klub musste es ändern, weil es gegen das Wappenschutzgesetz des Bunds verstiess. Darin heisst es unter anderem: «Das Schweizerwappen, die Wappen der Kantone, Bezirke, Kreise und Gemeinden, die charakteristischen Bestandteile der Kantonswappen im Zusammenhang mit einem Wappenschild sowie mit ihnen verwechselbare Zeichen dürfen nur von dem Gemeinwesen, zu dem sie gehören, gebraucht werden.»
Das Gesetz erlangte im Zusammenhang mit den Trikots der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft einen gewissen Bekanntheitsgrad. Der Schweizerische Eishockeyverband verpasste nach einer Verschärfung des Gesetzes 2017 eine Frist, um eine Ausnahmebewilligung zu beantragen, und zwischenzeitlich wurde es den Nationalteams untersagt, mit dem Schweizer Kreuz in Wappenform auf der Brust anzutreten. Verband und Bund einigten sich aber auf eine Übergangslösung bis Ende 2026, und es gibt Bestrebungen im Parlament, das Gesetz für Nationalteams anzupassen.

