Ein Gipfeltreffen fast ohne Chancen
Status quo im Oberländer Derby
Über 500 Fans, grosse Erwartungen – doch im Drittliga-Spitzenspiel zwischen Pfäffikon und Wetzikon bleiben die Tore aus. Stattdessen dominieren Kampf und Nerven.
Es war alles angerichtet für das Drittliga-Spitzenspiel: Bei besten äusseren Bedingungen traf Leader Pfäffikon auf den ersten Verfolger Wetzikon.
Das grosse Interesse am Oberländer Derby war schon rund um das «Barzloo-Stübli» spürbar, wo sich lange Schlangen bildeten und die Currywurst bereits weit vor Spielbeginn ausverkauft war.
Showdown auf dem Nebenplatz
Wohl weit über 500 Zuschauer fanden den Weg nach Pfäffikon – und mussten die Partie auf dem Nebenfeld verfolgen, da der Hauptplatz über keine Lichtanlage verfügt. Ein der Kulisse kaum würdiges Szenario, bei dem sich frühes Erscheinen lohnte, um überhaupt eine gute Sicht auf das Geschehen zu ergattern.
Auf dem Platz selbst blieben die spielerischen Höhepunkte rar. Stattdessen prägten Kampf und viele Ungenauigkeiten das Geschehen – den hohen Stellenwert der Partie schien man beiden Teams anzumerken.
Dennoch bot sich Pfäffikon nach rund einer halben Stunde die grosse Chance zur Führung, doch Timôn Marques traf lediglich das Aluminium. Im zweiten Abschnitt hatte erneut der FCP nach einer Unsicherheit von Goalie Nevio Vetter die beste Gelegenheit, doch ein Wetziker Feldspieler rettete auf der Torlinie. Es sollten die weitgehend einzigen nennenswerten Offensivaktionen der gesamten Partie bleiben.
Wetzikons Captain Sven Friebe sagte hierzu: «Wir waren alle etwas nervös. In der zweiten Hälfte haben wir die Partie etwas aus den Händen gegeben und waren nur noch am Entgegenhalten. Es hat sich aber gelohnt, wir nehmen den Punkt mit nach Hause.»
Viel Intensität und ein Platzverweis
Ansonsten war das Derby insbesondere von der Intensität und harten Zweikämpfen geprägt, die auch viele Verwarnungen zur Folge hatten. Für Wetzikons Marcel Huber war die Partie kurz vor Schluss gar vorzeitig beendet, als er mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. So überraschte es letztlich kaum, dass die Begegnung torlos endete.
Im Aufstiegsrennen der Drittliga-Gruppe 6 konnten somit weder Pfäffikon noch Wetzikon ein Ausrufezeichen setzen. Nutzniesser der Punkteteilung ist vielmehr der einstige «Wintermeister» Zollikon, dessen Rückstand als Tabellendritter sich dadurch weiter in Grenzen hält.
FCP-Verteidiger Cyril Züst ist dennoch zufrieden: «Beide warteten auf Fehler. Keiner wollte ein Tor zulassen. Wir hätten es etwas mehr verdient gehabt. Und können mit dem Resultat leben.»