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Drittliga-Showdown im Oberland

Derby um die Spitze – und vielleicht um den Aufstieg

FC Pfäffikon gegen FC Wetzikon: Leader gegen Verfolger, getrennt durch nur einen Punkt. Das Duell vom Mittwoch verspricht viele Emotionen – und könnte an der Spitze wegweisend sein.

Vor zwei Jahren war für Wetzikon (Hamdi Rasiti und Jakob Marten) auf dem Barzloo gegen Pfäffikon mit Ismaila Ceesay nichts zu machen. (Archiv)

Foto: David Kündig

Derby um die Spitze – und vielleicht um den Aufstieg

Drittliga-Showdown im Oberland

FC Pfäffikon gegen FC Wetzikon: Leader gegen Verfolger, getrennt durch nur einen Punkt. Das Duell vom Mittwoch verspricht viele Emotionen – und könnte an der Spitze wegweisend sein.

Das ist die Ausgangslage

Brisanter könnte die Ausgangslage vor dem Oberländer Derby von diesem Mittwochabend kaum sein: Wetzikon reist als Tabellenzweiter mit nur einem Punkt Rückstand auf Leader Pfäffikon an. Die Gäste stehen damit leicht mehr unter Druck – ein Sieg würde den Platz an der Spitze bedeuten. Entsprechend selbstbewusst gibt sich Jérémy Niessl, Wetziker Siegestorschütze vom Wochenende gegen Hinwil: «Wir hoffen, dass es auch gegen Pfäffikon klappt – dann sind wir Erster.» Doch auch auf der Gegenseite ist die Vorfreude riesig. Pfäffikons Romeo Meier sagt: «So ein Derby hat es schon lange nicht mehr gegeben. Das wird geil fürs ganze Oberland.»

Pfäffikon war zuletzt für den FCW allerdings ein schwieriges Terrain: Die letzten vier Gastspiele auf dem Barzloo gingen allesamt verloren. Der letzte Auswärtssieg liegt lange zurück – im September 2018 gewann Wetzikon spektakulär 4:3. Ein Argument für den Gast: Das Team von Trainer Visar Ramani ist eines von nur zwei Teams, das Pfäffikon in dieser Meisterschaft schlagen konnte.

So steht es um die Formkurve

Nach der Vorrunde lag der FC Pfäffikon noch auf Rang drei – vier Punkte hinter Leader Zollikon. Dann folgte der Wechsel von Kurt Kobel zur Oberländer Trainerlegende Urs Wolfensberger. Ein Entscheid, der sich bislang ausbezahlt hat: Der FCP gewann unter dem neuen Trainer alle drei Spiele, darunter auch das Duell mit Zollikon.

Allerdings hatte die Erfolgsserie bereits zuvor eingesetzt: Schon zum Ende der Vorrunde gewann Pfäffikon drei Partien in Folge. Damit ist der FCP seit sechs Spielen ohne Punktverlust.

Doch auch bei Wetzikon ist der Trend positiv. Zwar setzte es zum Auftakt noch einen Stolperer gegen Uster 2 (1:2) ab, seither aber stimmt die Richtung.

Das fällt bei beiden Teams auf

Die Pfäffiker Abwehr zu knacken, ist derzeit fast unmöglich: Gerade einmal 9 Gegentore hat der FCP bislang kassiert, zu Hause sogar nur 4. Auffällig zudem: Einen klaren Topskorer gibt es nicht – stattdessen verteilen sich die Tore auf mehrere Schultern. Gleich sechs Spieler trafen vier- oder fünfmal.

Bei Wetzikon stechen dafür zwei Youngster heraus: Dion Sylaj (20) mit 8 Treffern und Erion Jusufi (18) mit 7. Ausserdem ist der FCW auswärts besonders stark: Mit fünf Siegen sowie je einem Remis und einer Niederlage stellt er das derzeit beste Auswärtsteam der Gruppe 6.

Deshalb steigt Pfäffikon oder Wetzikon auf

Die Sehnsucht nach der 2. Liga ist gross. Beim FC Pfäffikon ist es bereits elf Jahre her seit dem Abstieg. Der FC Wetzikon spielte letztmals 2021 auf dieser Stufe – und hat sich mit seinen häufigen Auf- und Abstiegen den Ruf eines Liftklubs erarbeitet.

Als einziger ernsthafter Konkurrent lauert der SC Zollikon auf Rang drei. Doch auch dort fehlt die jüngere Aufstiegserfahrung: Letztmals spielte der SCZ 1991 in der 2. Liga.

Vieles deutet deshalb darauf hin, dass der Aufsteiger aus dem Oberländer Duell kommt. Und genau das verleiht dem Derby zusätzliche Brisanz: Es ist nicht nur ein Prestigeduell – sondern womöglich ein vorentscheidender Schritt Richtung 2. Liga.

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