Die Olympia-Enttäuschung sitzt tief: «Als sei mein Herz gebrochen»
Für die Wernetshauserin Natalie Maag fühlen sich die Läufe an den Winterspielen in Cortina wie ein Albtraum an. Ihre Diplomhoffnungen platzen früh.
Es hätte ihr Karrierehöhepunkt sein sollen. «Ein Diplom ist das Mindestziel. Alles weiter vorne ist Zugabe», meldete Natalie Maag vor ihren zweiten Olympischen Spielen Ambitionen an.
Und dann das: Die Wernetshauserin ist in Cortina als Zehnte schon nach dem ersten Lauf über vier Zehntel von der Spitze entfernt, ihre Träume sind nach einem Viertel des Wettkampfs geplatzt. Letztlich fehlen ihr zwei Zehntel aufs olympische Diplom. «Das ist extrem bitter», sagt Maag.
Wie bei ihrer Olympia-Premiere 2022 beendet sie das Einzel-Rennen auf Rang 9. Was sie damals freute, ist jetzt frustrierend. Der einzigen Schweizer Weltklasserodlerin ist anzusehen, wie sie sich fühlt, als sie nach dem letzten Lauf kurz ins Publikum winkt und sich dann beeilt, die Bahn zu verlassen.
In Maags Gesicht ist die enorme Enttäuschung ablesbar, in diesem Augenblick gar die Erleichterung darüber, dass es vorbei ist. «Die Last, die von mir abfiel, war gross», sagt sie zum letzten Moment auf der Olympiabahn.

