Sie ist viel mehr als nur die Mutter an der Olympiabahn
Käthi Maag aus Wernetshausen prägt den Schweizer Rodelsport seit Jahrzehnten. Ihr eigener Olympia-Traum platzte einst, jetzt greift ihre Tochter Natalie an den Spielen in Italien nach einer Medaille.
So viel ist jetzt schon klar: Wenn die Wernetshauser Rodlerin Natalie Maag am 9. und 10. Februar die Olympiabahn von Cortina hinuntersaust, ist ihre Mutter nervös. Hibbeliger gar, als sie früher an Rennen war.
«Ich schiebe es aufs Alter», sagt Käthi Maag über diese erstaunliche Entwicklung und lacht. 62 ist Maag. Und sie ist beileibe nicht einfach nur die an der Bahn in Italien mitfiebernde Mutter der einzigen Schweizer Weltklasserodlerin.
Käthi Maag hat in den vergangenen Jahrzehnten den Schweizer Rodelsport in unterschiedlichen Rollen geprägt. Und wurde für ihre Verdienste 2019 vom internationalen Rennrodelverband mit dem Ehrenzeichen in Bronze geehrt. «Das hat mich emotional berührt», sagt Maag, die erst Athletin war, später Trainerin und jetzt Funktionärin ist.
Seit 2022 sitzt sie im Verbandsvorstand von Swiss Sliding. Ihr Antrieb ist offensichtlich: der hierzulande darbenden Randsportart eine Stimme zu geben und eine Basis für die Zukunft zu verschaffen. Ein schwieriges Unterfangen, wie Maag ohne Umschweife zugibt. Sie bleibt trotzdem dran.

