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Sport

Von Bäretswil nach Cortina

Sie lebt ihren Olympia-Traum trotz Nebengeräuschen

Für Elena Mathis aus Bäretswil sind die Olympischen Spiele Heimspiele. Die Curlerin tritt für ihre zweite Heimat Italien an. Doch dort sorgt der Verband für Aufruhr.

Sie lebt ihren Olympia-Traum trotz Nebengeräuschen

Für Elena Mathis aus Bäretswil sind die Olympischen Spiele Heimspiele. Die Curlerin tritt für ihre zweite Heimat Italien an. Doch dort sorgt der Verband für Aufruhr.

Seit dem 20. Januar hat Elena Mathis ihre Olympia-Selektion in der Tasche. Und das ist eigentlich paradox. Denn die Bäretswiler Curlerin entschied sich im Sommer 2023 dafür, für ihre zweite Heimat Italien zu spielen, um ihre Chancen auf die Olympiateilnahme zu erhöhen. Und doch musste sie viel länger auf die Selektion warten, als es in der Schweiz der Fall gewesen wäre.

Hierzulande ist schon seit Juni 2025 klar, wer in Cortina um Olympia-Medaillen curlen wird. Doch in Italien wird nicht wie in der Schweiz ein Klubteam quasi als Nationalmannschaft ins Rennen geschickt, sondern die Spielerinnen werden aus einem Nationalkader ausgewählt. Der italienische Eissportverband liess sich also Zeit – und der späte Zeitpunkt der Selektion tut Mathis’ Freude selbstredend keinen Abbruch, denn überraschend kam die Nominierung nicht. «Die Vorfreude ist riesig», sagt Mathis, «es ist ein Traum, der Realität wird.»

Greifbar machte sie diesen Traum mit dem Nationenwechsel selber vor knapp drei Jahren. Vorhanden war er schon viel länger. Als sie als kleines Mädchen am Fernsehen die Olympia-Auftritte von Mirjam Ott verfolgte, war für Mathis eine Karriere als Spitzensportlerin zwar noch weit entfernt. Das veränderte sich, als sie 2014 vom CC Wetzikon nach Luzern in ein ambitioniertes Juniorenteam wechselte. Ihr Weg Richtung Leistungssport begann – und Richtung Olympia.

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