Sie ist an der Linie ganz vorne dabei
Alles begann mit einer spontanen Zusage am Grümpelturnier des FC Mönchaltorf. Mittlerweile ist Linda Schmid als Schiedsrichterassistentin in der ganzen Welt unterwegs.
Manchmal dauert es ein paar Sekunden, bis Linda Schmid im Gespräch antwortet. Nicht, weil sie zögert, sondern, weil sie ihre Worte sorgfältig wählt. So auch bei der Frage nach einem Spiel, das ihr als Schiedsrichterassistentin besonders in Erinnerung geblieben ist.
Nach kurzem Überlegen erzählt die Mönchaltorferin von der Champions-League-Partie der Frauen zwischen Bayern München und Barcelona im Dezember 2022. Vor 24’000 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Allianz Arena – so vielen wie noch nie zuvor bei einem Heimspiel der deutschen Meisterinnen. «Ein Moment, in dem sichtbar wurde, wie stark der Frauenfussball wächst. Es war eine unglaublich wertvolle Motivation», sagt Schmid.
Mittlerweile sind etliche weitere Höhepunkte in ihrer Karriere dazugekommen. Allen voran die Heim-Europameisterschaft der Frauen in diesem Sommer, an der nahezu jede Partie ausverkauft war. Die 34-Jährige kam dort zu zwei Einsätzen in Gruppenspielen. «Die Euphorie und das Miteinander bei dieser Endrunde waren beste Werbung für den Frauenfussball», erinnert sich Schmid mit Freude zurück.
Geleitet wurden diese Partien übrigens von Désirée Grundbacher, die als Schiedsrichterin beim FC Hinwil gemeldet ist. Anders als die gebürtige Bernerin Grundbacher, die als Aktive auch in der damaligen Nationalliga A für Schwerzenbach spielte, hat Schmid Zürcher Oberländer Wurzeln. Aufgewachsen ist sie in einer fussballbegeisterten Familie – genau wie ihren Vater und ihren Bruder zieht es auch sie zum FC Mönchaltorf. Da ist sie 14 Jahre alt.

