Für Schlumpf hat der Sieg eine Boost-Wirkung
Mit einem klugen Rennen sicherte sich die beste Schweizer Strassenläuferin Fabienne Schlumpf den Sieg im Hauptrennen. Bei den Männern setzte sich der Kenianer Kibil Kimutai durch.
Strahlend, entspannt, in Siegerpose überquerte Fabienne Schlumpf nach den 21,1 km um den Greifensee die Ziellinie auf der Zürichstrasse in Uster. Nach kurzem Durchatmen bestätigte sie den visuellen Eindruck auch verbal: «Wunderbar, es macht mir grosse Freude, wies heute gelaufen ist.» Nicht nur die Siegerzeit von 1:12:22 Stunden unterstreicht dies. Auch das Körpergefühl war «vom ersten bis zum letzten Meter vorzüglich». Als «einen Schritt besser als vor zwei Wochen» bezeichnete sie das Rennen. Damals gewann sie in Sarnen um den Sarnersee über dieselbe Distanz mit einer um 2:50 Minuten längeren Zeit.
Stellt sich die Frage: Hat Fabienne Schlumpf in der Zwischenzeit derart eklatante Fortschritte gemacht? Die routinierte Läuferin lächelt und nickt. Gleichzeitig weist sie auf einen weiteren Faktor hin: «Ich war ein wenig besser erholt.» Heisst? Damals trat sie nach einer harten Marathon-Vorbereitungswoche an, nun nach einer «normalen». Doch eines betonte sie: «Der Weg ist das Ziel, die Zeit spielt weder hier in Uster noch in Sarnen eine Rolle.» Den Greifenseelauf bestritt sie anstelle eines Intervalltrainings. Sie wusste es zu schätzen: «Das hat viel mehr Spass gemacht.»
Da war die lautstarke und zahlreiche Unterstützung vom Streckenrand, da waren die vorzüglichen Bedingungen, da war «das ganze Setting des Greifenseelaufs».

