Der EHCW lässt sich nicht beirren
Wetzikon erlebt im ersten MHL-Heimspiel gegen Huttwil einen Kaltstart – und siegt trotzdem noch 5:3.
Dem EHC Wetzikon gelingt mit dem 5:3-Erfolg über Huttwil eine gute Heimpremiere in der neuen MHL-Saison.
Zunächst mussten die Fans jedoch kräftig leer schlucken, als der EHCW nach 40 Sekunden bereits in Rückstand geriet. War ein weiteres Tor-Gewitter zu befürchten? Erinnerungen an den letzten Samstag kamen auf, als die Oberländer beim 4:6 gegen Lyss eine erste halbe Stunde des Grauens erlebten – und zwischenzeitlich 0:6 zurücklagen.
Der bereits dritte Torhüter
Im Duell mit Huttwil stand aber weder Tim Meier noch sein beim Startspiel zwischenzeitlich eingewechselter Ersatz Adrian Düggelin im Tor. Richten sollte es der mit einer B-Lizenz ausgestattete Alessio Brun vom neuen Partnerverein Chur.
Die Wetziker taten sich jedoch zunächst schwer und hätten sich nicht über einen weiteren schnellen Gegentreffer wundern dürfen. Erst gegen Ende des ersten Drittels fanden sie besser ins Spiel und konnten einige Druckphasen kreieren.
Eine fulminante Reaktion
Ein ganz anderes Bild präsentierte sich im von vielen Nickeligkeiten geprägten Mittelabschnitt. Der EHCW war sofort hellwach und konnte seinerseits nach 13 Sekunden (!) durch Yannic Noll ausgleichen.
Die Gastgeber waren jetzt am Drücker. Zuerst nutzte der flinke Neuzuzug Nico Vieli in Unterzahl eine Kontersituation zur erstmaligen Führung aus (26.). Dann bewiesen die Wetziker im Poweplay Geduld und erhöhten durch Rubio Schirr auf 3:1.
Die schnelle Wendung machte Wetzikon allerdings auch etwas sorglos. In der 33. Minute, als die Wetziker wieder in Überzahl agierten, fiel statt eines vierten Treffers das Anschlusstor – nach einem Aussetzer in der Defensive.
Im Schlussdrittel schien der EHCW spätestens nach dem 4:2 einen ungefährdeten ersten Saisonerfolg einzufahren (49.). Huttwil brachte die Scheibe nicht aus der eigenen Zone, was Noah Siren mit einem kernigen Schuss aus der Distanz ausnützte.
Der Playoff-Halbfinalist der letzten Saison steckte aber noch nicht auf – und kam nach einer nächsten Wetziker Strafe zum dritten Tor.
In der Schlussphase setzten die Gäste nochmals vehementen Druck auf – zuletzt mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters. Doch sämtliche Versuche blieben ohne Erfolg. Stattdessen traf Gian-Andrea Thöny nach einem Scheibenverlust ins verwaiste Tor der Berner (59.) zum 5:3.
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