«Pfanni» vor der nächsten Reifeprüfung
Das Comeback in der NLB ist dem UHC Pfannenstiel eindrücklich gelungen. Nun gilt es, die gute letzte Saison mit einem verjüngten Team zu bestätigen.
Das hat sich personell verändert
Mehrere verdiente Spieler – darunter der intern viertbeste Punktesammler Simon Suter sowie Patrick Weber – haben das Team verlassen. Auch Lukasz Chlebda wird fehlen: Der frühere Captain der polnischen Nationalmannschaft ist in seine Heimat zurückgekehrt.
Die entstandenen Lücken im Kader wurden grösstenteils mit jungen Talenten aufgefüllt, die sich jedoch erst noch in der NLB behaupten müssen. Für frischen Wind sorgt ausserdem neu ein finnisches Duo: Juho Sorri und Olli-Matti Virrankari sind die ersten Finnen überhaupt, die das Trikot von Pfannenstiel tragen werden. «Die Mund-zu-Mund-Propaganda in Finnland und das positive Aussenbild unseres Vereins haben den Ausschlag für diese Transfers gegeben», sagt Assistenztrainer Christof Maurer. Sorri war bis anhin und über mehrere Jahre Leistungsträger bei Ligakonkurrent Kloten-Dietlikon. Virrankari kommt vom finnischen Erstligisten Happee Jyväskylä, dem jüngst wegen anhaltenden finanzieller Probleme die Lizenz verweigert wurde. Für «Pfanni»-Vehältnisse gab es für einmal viele Wechsel. «Es wird spannend sein, wie schnell sich das neue Team findet», sagt Maurer.
Headcoach Marc Werner steigt derweil in seine bereits achte Saison – unterbrochen nur von einem kurzen Intermezzo als Assistenztrainer beim UHC Uster. Im Frühjahr hatte es noch Signale für einen möglichen Abschied gegeben. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich der 37-Jährige vorstellen kann, in der Zukunft voll auf eine Karriere im Unihockey zu setzen. Vorerst bleibt er «Pfanni» jedoch erhalten. Er wird allerdings ab der kommenden Saison zusätzlich auch neu die Schweizer U17-Auswahl coachen. Und: Bei Pfannenstiel hat Werner mit dem bisherigen Stürmer Gabor Büsser einen neuen Assistenten zur Seite. Büsser war allerdings zuletzt mit einem Kreuzbandriss ausgefallen.

