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Herausfordernde Situation

Bei Brüttisellen braucht es neue Torschützen

Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist oft der wahre Härtetest. Trotz des Abgangs beider Torgaranten bleibt die Zuversicht beim FC Brüttisellen-Dietlikon gross.

Offensiver Hoffnungsträger: Antonio Kaba Mangrei (links) stürmt wieder für den FC Brüttisellen-Dietlikon. (Archiv)

Foto: David Kündig

Bei Brüttisellen braucht es neue Torschützen

Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist oft der wahre Härtetest. Trotz dem Abgang beider Torgaranten bleibt die Zuversicht beim FC Brüttisellen-Dietlikon gross.

Das sind die Lehren aus der letzten Saison

«Wir wollen auch in der 2. Liga überraschen», sagte Brüttisellens Trainer Zahir Idrizi nach dem Aufstieg im Sommer 2024. Tatsächlich punktete der FCB von Beginn weg regelmässig und musste so in der Gruppe 2 nie um den Klassenerhalt zittern. Einen grossen Anteil am soliden Platz 8 hatten die Neuverpflichtungen Denis Dzepo und João Miguel Pereira, die je 17-mal trafen – und somit für einen Grossteil der insgesamt 50 Tore in der Meisterschaft verantwortlich waren.

Nach vorne sah es also immer wieder einmal spektakulär aus. Hingegen kassierte Brüttisellen-Dietlikon verhältnismässig viele Gegentreffer. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass der für Offensivfussball stehende frühere Vollblutstürmer Idrizi deshalb an der Ausrichtung etwas ändern wird.

Das hat sich im Kader getan

Brüttisellen hat vor allem die beiden treffsicheren Angreifer Denis Dzepo und João Miguel Pereira nach nur einer Saison wieder verloren. Ein Grund dafür könnte der schnelle Abgang von Andy Steinmetz sein, der lediglich ein paar wenige Monate als Sportchef bei Brüttisellen-Dietlikon fungierte. Mit dem Sturmduo haben zudem weitere Stammkräfte den Verein verlassen.

Dafür hat Antonio Kaba Mangrei nach einer Saison beim SV Höngg wieder zurückgefunden. Der Stürmer hatte in der Saison 2023/2024 mit 31 Treffern massgeblichen Anteil an der eher überraschenden Rückkehr der Brüttiseller in die 2. Liga. Beim Stadtzürcher Erstliga-Verein lief es Kaba Mangrei allerdings anschliessend nicht wie gewünscht, sodass ihm dort nur eine Nebenrolle blieb. «Er passt perfekt nach Brüttisellen», findet Idrizi. Und: Der Trainer ist überzeugt, dass der Stürmer beim FCB seine alten Knipserqualitäten zeigen wird.

Ansonsten sind vor allem junge Spieler, die von Teams aus tieferen Ligen dazugestossen sind, neu im Kader. «Sie können alle Fussball spielen», sagt Idrizi. Für ihn ist es entscheidend, wie sich die Neuzuzüge in der körperlich rauen 2. Liga akklimatisieren können.

Hadern will der Trainer aufgrund der auf dem Papier gewichtigen Abgänge ohnehin nicht. «Ich vermisse eigentlich nur Dzepo. Es wird nicht einfach, ihn zu ersetzen», sagt Idrizi.

Die Transfers des FC Brüttisellen-Dietlikon

Abgänge: Denis Dzepo (Zürich City), Ivan Sisic (Bülach), João Miguel Pereira (Dübendorf), Safik Alili (Höngg).

Zuzüge: Antonio Kaba Mangrei (Höngg), Baris Ürün (Dübendorf), Federico Laterza (Dübendorf), Dave Comair (Dübendorf), Barry Koffi (Zürich City), Menderes Ajdini (Red Star), Leandro Barbosa da Silva (Töss), Matteo Berther, Justin Tendero, Valentin Waldmeier (alle eigener Nachwuchs).

So soll die neue Brüttiseller Saison werden

Die Vorfreude auf seine dritte Saison als Cheftrainer ist gross. Daran ändert für ihn auch der vermeintlich schwächere Kader nichts. Es ist für ihn vielmehr eine Herausforderung. «Ich weiss, was ich am Verein habe», sagt Idrizi, der als Spieler aufgrund seiner vielen Stationen im Rufe eines Wandervogels stand.

«So schnell wie möglich punkten. Damit kein Druck entsteht», ist die Vorgabe von Idrizi. Der FCB-Coach ist aber realistisch genug, um zu wissen, dass eine harte Saison auf sein junges Team zukommt. «Unser Ziel ist der Ligaerhalt. Alles andere wäre Zugabe», sagt der 39-Jährige.

Beim FC Brüttisellen-Dietlikon würde man sich über einen erneuten achten Platz freuen. Um wieder in diese Sphären zu gelangen, müssten wohl zumindest die drei Aufsteiger sowie Teams des Kalibers von Phönix Seen, Glattbrugg oder Bassersdorf hinter sich gelassen werden. «Diese Mannschaften liegen alle in unserer Reichweite», ist Idrizi überzeugt.

Damit diese Bestrebungen keine blosse Wunschvorstellung bleiben, sollte der FCB zu seiner einstigen Heimstärke zurückfinden. In der vergangenen Vorrunde zählte er auf heimischem Boden noch zu den stärksten Teams der gesamten Gruppe. Davon war dann in der zweiten Meisterschaftshälfte nur wenig zu spüren – lediglich ein einziges Spiel konnte auf dem Lindenbuck noch gewonnen werden.

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