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Trotz Nuller in Imola

Deshalb stimmte das Sauber-Jubiläumsrennen zuversichtlich

Der Hinwiler Rennstall feierte sich in Imola selber – und zeigte einen Aufwärtstrend.

Hoher Besuch zum 600. GP: Teamgründer Peter Sauber war in Imola zugegen – hier mit dem neuen Sauber-Teamchef Jonathan Wheatley.

Foto: Sauber Motorsport

Deshalb stimmte das Sauber-Jubiläumsrennen zuversichtlich

Der Hinwiler Rennstall feierte sich in Imola selber – und zeigte einen Aufwärtstrend.

Zu gerne hätte das Sauber-Team seinen Firmengründer zum Jubiläum beschenkt. Feierlichkeiten zu Ehren Peter Saubers gab es in Imola, das für den Hinwiler Rennstall den 600. GP der Geschichte darstellte, durchaus. «Das Team verdankt ihm so viel, und auch die Formel 1 schuldet ihm Dank», sagte Teamchef Jonathan Wheatley im TV-Interview vor dem Rennstart. Es blieb aber beim Dank – denn Punkte holten die beiden Piloten nicht. Unter dem Strich ist das der sechste Nuller in Serie in dieser Saison, und er bringt das Team in der WM natürlich nicht voran.

Doch es gibt durchaus positive Entwicklungen, die auch den ehemaligen Firmenpatron zuversichtlich stimmen dürften. Denn Nico Hülkenberg verpasste als Zwölfter die Top Ten um nur knapp vier Sekunden. So nah an den Punkterängen war Sauber seit dem Saisonauftaktrennen in Australien, wo Hülkenberg im Regen Siebter wurde, nicht mehr. Ins Rennen gegangen war der deutsche Routinier in Imola vom 17. Startplatz aus und setzte als einer von nur fünf Fahrern zuerst auf die härtere Reifenmischung.

Hülkenberg lange in den Top Ten

Das zahlte sich insofern aus, als Hülkenberg vom virtuellen Safety Car profitieren konnte, nachdem Esteban Ocon seinen Haas abstellen musste, und somit weniger Zeit beim einzigen Boxenstopp verlor. 30 Runden lang – knapp die Hälfte der Renndistanz – fuhr Hülkenberg in den Top Ten, ehe er nach einer späten Safety-Car-Phase noch von Red-Bull-Pilot Yuki Tsunoda und dem auf neuen Reifen fahrenden Fernando Alonso überholt wurde.

Weniger gut lief es dem Brasilianer Gabriel Bortoleto im zweiten Sauber – er schien sich anfänglich vom 14. Startplatz aus vorzuarbeiten, ihm spielte das virtuelle Safety Car dann aber nicht in die Karten. Als nach gut zwei Dritteln des Rennens das Safety Car hinausfuhr, nachdem Kimi Antonelli seinen Mercedes abstellen musste, nutzte dies Bortoleto zum zweiten Stopp. Vorteile brachte ihm das keine mehr – er wurde 18. und letzter.

Die Boxenstopps sind kein Problem mehr

Im Rennen sieht Sauber also besser aus als im Qualifying, wo Hülkenberg wegen eines Fehlers bei seinem letzten Versuch einen deutlich besseren Startplatz vergab. Und was auch wichtig ist: Die Boxenstopp-Probleme gehören offenbar der Vergangenheit an. Sauber zählt nun zu jenen Teams, die ihre Autos am schnellsten abfertigen. In Miami vor zwei Wochen gelang den Hinwilern sogar der schnellste Stopp, als sie die Reifen am Auto von Bortoleto in lediglich 2,24 Sekunden wechselten. Wer ein Topteam werden will, muss das im Griff haben.

Verstappen beschenkt Red Bull

An der Spitze feierte Max Verstappen vom zweiten Startplatz aus seinen zweiten Saisonsieg, nachdem wenige Kurven nach dem Start den von der Pole Position aus ins Rennen gegangene WM-Leader Oscar Piastri düpiert hatte. Verstappen verkürzte nicht nur den Rückstand in der WM, sondern beschenkte seinen Arbeitgeber zum Jubiläum: Für Red Bull war es der 400. GP der Teamgeschichte.

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