Das sind die speziellsten Fakten zum Sauber-Jubiläum
Hinwiler Team feiert
Der GP von Imola vom Sonntag ist für Sauber das 600. Formel-1-Rennen. Ein Rückblick auf die vergangenen 599 Rennen in Zahlen.
Es ist die Woche der Jubiläen in der Formel 1: Die Königsklasse feiert sich selbst, schliesslich fand am 13. Mai 1950 – also vor 75 Jahren – das erste Formel-1-Rennen der Geschichte statt.
Aber auch das Sauber-Team feiert. Das Rennen in Imola vom Sonntag ist das 600. Formel-1-Rennen für die Hinwiler. Ein Rückblick in etwas speziellen Zahlen.
302’193
So viele Rennkilometer haben die Hinwiler Boliden in der Formel 1 zurückgelegt, seit Sauber 1993 zum ersten Mal antrat. Das ist nicht ganz einmal von der Erde zum Mond. Oder rund siebeneinhalbmal um die Welt. Oder 10’000-mal die Strecke vom Sauber-Werk in Hinwil an den Flughafen Zürich.
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So oft wurden die Sauber-Piloten in den 599 bisherigen Rennen in Überholmanöver involviert. Die Bilanz ist negativ: 1938-mal wurde ein Sauber überholt – selber an einem Gegner vorbei fuhren die Sauber-Piloten «nur» 1410-mal. Das war aber nicht immer so. Vor 2011 – in jenem Jahr, als die Überholhilfe DRS eingeführt wurde – war die Bilanz gar positiv (489:480). Der letzte Pilot mit einer positiven Bilanz war übrigens Zhou Guanyu in seiner Debütsaison 2022. Er überholte 48 Gegner und wurde selber 40-mal überholt.
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Im Ziel und klassiert – so oft war das für einen Sauber-Piloten der Fall. Bei 1184 Rennstarts ist das eine Quote von knapp 75 Prozent. Figurierte ein Sauber nicht im Klassement, lag das in 156 Fällen an der Technik und 137-mal an Unfällen. Und sechsmal wurde ein Sauber-Auto disqualifiziert.
596
Puristen würden das Jubiläum des 600. Formel-1-Rennens wohl nicht jetzt begehen, sondern erst in Kanada am 15. Juni. Denn Sauber war zwar bisher an 599 Rennwochenenden anwesend – effektive GP-Starts waren es aber nur 596. Dreimal steht in den Resultatbüchern das Kürzel DNS für «Did not start» bei den beiden Sauber-Piloten. 1994 in Monaco verzichtete das Team nach dem schweren Unfall von Karl Wendlinger im Training auf die Teilnahme am Rennen. 2000 in Brasilien lag der Startverzicht an Sicherheitsbedenken, weil die Heckflügel im Training gebrochen waren. Und 2005 in Indianapolis war Sauber eines von sieben Teams, das sich aufgrund von Problemen des Reifenlieferanten Michelin zurückzog.
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An so vielen Rennen war das Hinwiler Team effektiv als Privatteam mit Sauber im Namen gemeldet. Die Differenz zu den total 599 Rennen erklärt sich mit 89 Rennen als BMW-Werksteam zwischen 2006 und 2010 und mit 104 mit Titelsponsor Alfa Romeo (2019 bis 2023).
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So viele verschiedene Piloten absolvierten Rennstarts für Sauber. Sie stammen aus 16 verschiedenen Ländern: sechs Deutsche, fünf Italiener, vier Brasilianer, vier Finnen, zwei Franzosen, zwei Mexikaner – und je ein Pilot aus Argentinien, China, Grossbritannien, Japan, Kanada, Monaco, Schweden, Spanien, Österreich, Polen. Ja, richtig gelesen: Für den Schweizer Rennstall fuhr noch nie ein Schweizer Pilot ein Rennen.
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Es war zwar schon länger nicht mehr der Fall – aber die Hinwiler schafften es über zwei Dutzend Male aufs Podest. Am meisten in der Ära als BMW-Werksteam mit 17 Podestplätzen, darunter als Highlight der einzige Sieg in der Teamgeschichte von Robert Kubica in Kanada 2008. Aber auch als Privatteam fuhr Sauber zehnmal in die Top Three. Zuletzt Kamui Kobayashi als Dritter im GP von Japan 2012.
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Nah dran, aber nicht ganz drin: Der Rang direkt hinter den Top Ten ist quasi der Sauber-Lieblingsrang. 81-mal wurde ein Sauber-Pilot Elfter – keine andere Rangierung taucht häufiger auf.
4
Mit Ferrari (1104), McLaren (976), Williams (845) und Lotus (606) haben nur vier Teams mehr Rennen absolviert als Sauber. Lotus gibt es nicht mehr – Sauber ist der viertälteste aktive Rennstall.
