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Effretiker wollte SFV-Präsident werden – jetzt zieht er sich zurück

Sandro Stroppa hatte die Spitze des Schweizerischen Fussballverbandes im Visier. Nach einer Neubeurteilung tritt er aber nicht zur Wahl von Mitte Mai an.

Sandro Stroppa wäre gerne SFV-Präsident geworden, verzichtet kurzfristig nun aber auf eine Kandidatur. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Effretiker wollte SFV-Präsident werden – jetzt zieht er sich zurück

Kurz vor der Wahl

Sandro Stroppa hatte die Spitze des Schweizerischen Fussballverbandes im Visier. Nach einer Neubeurteilung tritt er aber nicht zur Wahl von Mitte Mai an.

Er strebte nach dem höchsten Amt im Schweizer Fussball – rund 20 Tage vor der Wahl aber hat Sandro Stroppa seine Kandidatur für das Amt des Zentralpräsidenten des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) zurückgezogen. Mit dem Verzicht des Effretikers ist Peter Knäbel am 24. Mai der einzige Kandidat als Nachfolger des abtretenden Dominique Blanc.

Der 55-jährige Stroppa ist langjähriger Präsident der Amateurliga und Vorstandsmitglied des Fussballverbandes. Weil sich die Swiss Football League (SFL) und die Vereine der Ersten Liga für Peter Knäbel aussprachen, schwanden Stroppas Chancen auf die Wahl in den letzten Tagen markant.

Darauf hat der Oberländer nun reagiert, wie er in einem Communiqué des SFV erklärt, das er ebenfalls auf seiner eigens für die Kandidatur erstellten Website verlinkte.

Stroppa schreibt darin, er habe seinen Entschluss nach reiflicher Überlegung gefasst. Und begründet diesen so: «Nach dem Beschluss der Ersten Liga vom letzten Wochenende, Peter Knäbel bei der Wahl zu unterstützen, haben sich mit der SFL und der Ersten Liga zwei der drei SFV-Abteilungen für meinen Gegenkandidaten festgelegt.»

Zugleich sichert Stroppa dem schweizerisch-deutschen Doppelbürger Knäbel, dem Kandidaten der Swiss Football League, seine Unterstützung zu.

Zuletzt zweimal aus dem Amateur-Lager

Stroppa hat eine über 20-jährige Funktionärskarriere hinter sich, der nun die Krönung verwehrt bleibt. 2004 wurde er Präsident des FC Effretikon, der aktuell in der 3. Liga um den Klassenerhalt kämpft. Ab 2013 war er im Komitee des Fussballverbands der Region Zürich (FVRZ).

2015 wurde der Effretiker zum FVRZ-Präsident gewählt, nur vier Jahre später wurde Stroppa Amateurliga-Präsident und sitzt seither auch im Zentralvorstand des SFV.

Mit dem nun abtretenden Blanc und zuvor Peter Gilliéron (2009 bis 2019) waren die letzten zwei SFV-Präsidenten aus dem Amateur-Lager gekommen, der grössten der drei SFV-Kammern. Nun wird sich dies also ändern.

Der einzig verbliebene Kandidat Peter Knäbel beendete seine Karriere als Profifussballer 1999. Danach war er als Funktionär unter anderem Technischer Direktor im SFV. Diesen Posten hatte Knäbel von 2009 bis 2014 inne. Später arbeitete der 58-Jährige auch beim Hamburger SV sowie bei Schalke 04, wo er im Vorstand sass.

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