Sie sind im Verein nicht wegzudenken
Pferdesporttage Uster
Am Donnerstag wurden die Pferdesporttage Uster mit vier nationalen Prüfungen eröffnet. Für Estelle und Markus Wettstein sowie Franziska Meierhans hat das Turnier einen besonderen Stellenwert.
Mit gleich vier nationalen Prüfungen wurden die Pferdesporttage Uster eröffnet. Mehrere Top-Reiter wie beispielsweise der Bietenholzer Martin Fuchs oder Barbara Schnieper waren bereits mit ihren Spitzenpferden ein erstes Mal erfolgreich im Einsatz.
Die Hauptprüfung über 145 cm gewann Barbara Schnieper mit Toronto Raptor in einem spannenden Stechen vor Christoph Könemann und Henry W sowie Arnaud Martin mit Zambo.
Was den beliebten Concours so besonders macht, verraten drei Mitgliederinnen und Mitglieder des Reitvereins Uster.

Sie erklärt, worauf es ankommt
Seit sie denken kann, ist Estelle Wettstein Mitglied im Reitverein Uster. Dieses Jahr hat sie die Reitanlage ihres Vaters Ernst übernommen. Wettstein ist sowohl im Dressur- als im Springsattel erfolgreich, war als Dressurreiterin an den Olympischen Spielen und wird am regionalen Wochenende mit einem Nachwuchspferd reiten. «Ausserdem gehen mehrere Schüler an den Start, die ich sehr gerne coache.» Gestern war sie in einer anderen Funktion tätig. Sie führte Gäste durch den Parcours und erklärte ihnen, worauf es beim Reiten eines Parcours ankommt. Als Besitzerin einer Reitanlage hat sie organisatorisch einiges zu tun, zumal auch ein Landwirtschaftsbetrieb dazugehört. Dennoch hat sie als Reiterin und Trainerin grosse Ambitionen. «Natürlich möchte ich in Zukunft als Spring- und Dressurreiterin auf Turnieren erfolgreich unterwegs sein.» Mit dem Reitverein Uster fühlt sich Estelle Wettstein eng verbunden und lobt die perfekten Bedingungen der
Anlage.

Er lässt sich immer etwas Besonderes einfallen
Markus Wettstein hat als Bewirtschafter der Reitanlage in Uster eine wichtige Rolle inne. In einem 40-Prozent-Pensum ist er während des ganzen Jahrs dafür besorgt, dass die Vereinsmitglieder ideale Trainingsmöglichkeiten vorfinden und die Anlage sich in einem perfekten Zustand befindet. Wettsteins Urgrossvater gehörte zu den Gründern des Reitvereins Uster, die Familie ist seither eng mit dem Verein verbunden – dies bereits in vierter Generation. Selbstredend, dass Markus Wettstein auch mit Pferden aufwuchs. «Das Wichtigste für mich ist, dass der Rasen für das Turnier in perfekter Verfassung ist, dafür arbeiten wir praktisch das ganze Jahr», sagt der Ustermer, der nebst seiner Anstellung beim Reitverein auch noch als Lkw-Fahrer tätig ist und in seiner Freizeit gerne Rad fährt. Für das nächste Woche stattfindende Derby lässt sich Wettstein immer etwas Besonderes einfallen. Dieses Mal wird es ein Birkensprung sein, gefertigt aus einer Birke, die auf der Anlage stand.

Für sie ist das Ambiente unvergleichlich
Gemeinsam mit ihrem Mann Stefan führt Franziska Meierhans in Uster den Reit- und Pensionsstall Wissrüti. Beide sind renommierte Ausbilder von Pferd und Reiter und sportlich bis in die höchste Klasse erfolgreich. Meierhans ist seit sie mit ihrem Mann zusammen ist – also über 30 Jahre – Mitglied im RVU. Selbstredend, dass das Heimturnier eines ihrer Lieblingsturniere ist. «Turniere wie dieses in einem unvergleichlichen Ambiente sind mit ein Grund, weshalb wir Pferdesport machen. Hier zu reiten, ist einzigartig. Ich muss den Organisatoren ein Kompliment machen, wie top die Bodenverhältnisse alljährlich sind.» Die Ustermerin hat das Glück, dass sie seit Jahren auf Top-Pferde ihres Sponsors Walter Vetsch zählen kann. Sie wird voraussichtlich am Sonntag auch im Grand Prix an den Start gehen. Dabei wird sie nebst Routinier Ishan wohl Schimmelstute Dakota erstmals in einem Grand Prix vorstellen. Nebst ihren eigenen Einsätzen wird sie in Uster auch mehrere Schüler coachen.
