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Selbst der «Posterboy» hat keine Spezialwünsche

Am Donnerstag beginnen die Pferdesporttage Uster. OK-Mitglied Anja Hänni freut sich besonders auf den Grand Prix und den OKV-Coupe – und hofft dort auf einen erneuten Sieg ihres Reitvereins.

Steve Guerdat und sein Pferd gehörten letztes Jahr zu den Attraktionen. OK-Mitglied Anja Hänni sagt: «Sie werten das Turnier deutlich auf.»

Foto: Katja Stuppia/PD

Selbst der «Posterboy» hat keine Spezialwünsche

Pferdesporttage Uster

Am Donnerstag beginnen die Pferdesporttage Uster. OK-Mitglied Anja Hänni freut sich besonders auf den Grand Prix und den OKV-Coupe – und hofft dort auf einen erneuten Sieg ihres Reitvereins.

Vom Veranstalter wird er sogar als «Posterboy» der Pferdesporttage Uster angekündigt. Die Rede ist vom Bietenholzer Martin Fuchs, der an seinem Heimturnier bereits am Eröffnungstag vom Donnerstag in verschiedenen Prüfungen im Einsatz steht.

«Es ist cool, dass Martin für uns so ein verlässlicher Wert ist. Es starten auch sonst immer wieder internationale Topreiter. Das ist nicht selbstverständlich, da der Turnierkalender sehr dicht ist», sagt Anja Hänni, Präsidentin des Reitvereins Uster und OK-Mitglied des Anlasses.

Am Samstag steht dann der Nachwuchs im Fokus. Der Höhepunkt folgt am Sonntag mit dem Grand Prix. Ihn konnte im Vorjahr Steve Guerdat – die derzeitige Weltnummer 5 – für sich entscheiden. Das zweite Wochenende gehört den Reitern aus der Region – unter anderem mit dem Derby-Wettbewerb und dem OKV-Coupe, bei dem sich die Vereine in Dreierequipen messen.

Frau Hänni, wie wichtig sind grosse Namen für die Pferdesporttage Uster?

Anja Hänni: Sie werten das Turnier deutlich auf. Und das ist attraktiv für die Zuschauerinnen und Zuschauer.

Ist es schwierig, Spitzenreiter nach Uster zu holen?

Grundsätzlich melden sie sich wie alle anderen selbst an. Und sie bezahlen auch das Nenngeld für eine Teilnahme. Aber es ist schon so, dass gerade unser OK-Präsident Rolf Hegner in der Szene der Topreiter gut vernetzt ist.

Haben Reitstars wie Fuchs oder Guerdat Spezialwünsche?

Nein, wir müssen ihretwegen nicht extra ein Sofa hinstellen (lacht). Sie sind sehr pflegeleicht. Spezialwünsche haben viel eher die Amateure.

Was sind ihre Anliegen?

Es geht häufig um die Platzierung im Feld. Sprich: den Wunsch, möglichst früh oder spät starten zu dürfen. Oder um die Abstände zwischen ihren Pferden beim Start. Die meisten Anliegen lassen sich dann auch einrichten.

Erst zum zweiten Mal sind die Nachwuchsprüfungen für Reiterinnen und Reiter bis 25 Jahre im Programm.

Es gibt immer wenige Concours auf Rasen. Und nicht nur die Profis, sondern auch der Nachwuchs soll die Gelegenheit bekommen, auf Rasen zu reiten. Darum haben wir es letztes Jahr ausprobiert. Und es hat gut funktioniert. Den Teilnehmern hat es gefallen. Und wir haben bestimmt auch neues Publikum erschlossen, selbst wenn es nicht ganz einfach zu beurteilen ist, weil wir keinen Ticketverkauf haben. Für uns war dann klar: Wenn wir es vom Programm her schaffen, wollen wir den Nachwuchsreitern wieder eine Bühne geben.

Auf welche Prüfungen freuen Sie sich persönlich am meisten?

Der Grand Prix ist immer spannend. Es ist ja nicht so, dass die Reiter bei allen Prüfungen ans Äusserste gehen. Und das ist auch okay so. Aber den Grand Prix, den wollen schon alle für sich entscheiden. Und dann freue ich mich auf den OKV-Coupe vom zweiten Wochenende. Der Reitverein Uster hat ihn letztes Jahr sogar gewinnen können, was für mich als Präsidentin besonders schön war. Und auch für super Stimmung gesorgt hat. Ich hoffe daher, dass unsere Equipe nachlegen kann.

Und wie wichtig ist das Rahmenprogramm?

Es macht die Pferdesporttage aus. Es gibt nicht mehr viele Concours, die am Haupttag der Veranstaltung eine Show haben. Wir wollen dies auch für die Zukunft unbedingt beibehalten. Es ist uns wichtig, dass Spitzensport und Familienerlebnis an unserem Turnier vereint werden. Und wir müssen auch immer ein breites und qualitatives kulinarisches Angebot haben. Ich werde am Ende nämlich mehr auf unser Cordon bleu angesprochen als auf den Sport.

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