Spatenstich für Alterswohnprojekt in den gefrorenen Boden
Genossenschaft baut in Seegräben
In knapp zwei Jahren sollen die ersten Senioren in den Neubau im Seegräbner Ortsteil Sack einziehen . Einige Interessenten sind schon mal beim Spatenstich dabei gewesen.
Die Promotoren der Überbauung für altersdurchmischtes Wohnen haben ein hartes Stück Arbeit vor sich. Im Seegräbner Quartier Sack wird die Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Zürich (WSGZ) 23 Wohnungen für Senioren und Familien erstellen. Anfang November 2027 sollen die ersten Bewohner einziehen können.
Darüber, ob das möglich sein wird, kommen am Freitag Zweifel auf. Unter den Augen von gut 60 Nachbarn und Wohnungsinteressenten setzen Vertreter der WSGZ, der Gemeinde Seegräben sowie weitere am Bau Beteiligte zum Spatenstich an. Sie kommen allerdings im gefrorenen Boden nicht weit. «Wenn Ihr so wenig Erde herausbringt, wird es wohl 2028, bis der Neubau bezogen werden kann», tönt es aus dem Publikum.
Kamera über der Baustelle
Bauführer Peter Graf kann sie allerdings beruhigen. Zwar ist der Boden noch hart, aber für den Bagger kein Problem. Dreieinhalb bis vier Meter tief wird es in die Erde gehen. «Ich rechne mit rund 8500 Kubikmeter Aushub», meint Graf. Über eine Kamera wird sich der Baufortschritt auf der Website der WSGZ mitverfolgen lassen.


Gemeinderätin Katharina Hefti (Liberale/FDP) hat das Alterswohnprojekt von Beginn an begleitet. Sie erinnert daran, dass eine Umfrage im Jahr 2012 die Geburtsstunde des Vereins 8607-mobil gewesen ist, den sie heute präsidiert. Dieser setzt sich seither für die Realisierung von Wohnraum für ältere Seegräbnerinnen und Seegräbner ein.
Wohnungsmix angepasst
«Für uns zahlt sich die Geduld aus», meint Hefti und verweist auf das Siegerprojekt für altersdurmischtes Wohnen. «Der Bau integriert sich sensibel in die Umgebung.» Hinzu komme, dass dank des vorgesehenen Quartiertreffpunktes und der Begegnungszone die Nachbarschaft einbezogen und das Quartier belebt werde.




Genau diese Rücksichtnahme auf die Umgebung sei ein wesentliches Element des Projekts, betont Architekt Pierre Thielen. Entsprechend sind die Strukturen selbst eher klein und die Gebäude nicht hoch. Und er hat auch Neuigkeiten zum Wohnungsmix. Dieser ist mehrfach geändert worden. Doch nun sind je sieben 2,5- und 3,5-Zimmer- sowie neun 4,5-Zimmer-Mietwohnungen eingeplant. Wie diese aussehen, zeigt er den Interessierten in der Ausstellung beim abschliessenden Apéro im nahen Cevi-Haus.