So geht es mit der Zukunftswerkstatt in Turbenthal weiter
Mitwirkungsveranstaltung im Tösstal
Im Juni hat die Gemeinde Turbenthal zu einem Zukunftsworkshop eingeladen. Kürzlich präsentierten die neu geschaffenen Arbeitsgruppen erste Ergebnisse.
Wohin soll sich Turbenthal in den nächsten 15 Jahren entwickeln? Inspiriert von der Toggenburger Kleinstadt Lichtensteig, warf die Gemeinde diese Frage auf. Im Juni fand dazu ein erster Workshop statt – moderiert vom Lichtensteiger Stadtpräsidenten Mathias Müller (Die Mitte).
Rund 50 Turbenthaler Einwohnerinnen und Einwohner liessen sich diese Gelegenheit nicht nehmen. Anlässlich der Veranstaltung in der Grosshalle definierte der Gemeinderat verschiedene Handlungsfelder, zu denen die Bevölkerung Gedanken, Wünsche und Ideen zusammentragen sollte.
Unter diesen Handlungsfeldern finden sich teils altbekannte Themen wieder, teils neuere Anliegen: So soll etwa geprüft werden, ob eine Fusion mehrerer Gemeinden im mittleren Tösstal realistisch und sinnvoll ist. Weitere Handlungsfelder wollen sich etwa der Frage nach mehr Jugendangeboten, Begegnungsorten oder der räumlichen Entwicklung widmen.
Selbst konkrete Themen wie ein Rufbus für die Aussenwachten, ein Mini-Stausee mit Pumpwerk oder eine Dorfzeitung sollen weiterverfolgt werden.

Auch wenn die Sicht der jungen Generation mangels Teilnehmenden am Event grösstenteils fehlte, erklärten sich am Ende des Workshops rund 30 Personen bereit, in einer der neu gebildeten fünf Arbeitsgruppen mitzuwirken. Ende Oktober fand nun ein erster sogenannter Ergebnis-Workshop statt. An dieser Veranstaltung hatten die Arbeitsgruppen die Chance, ihre ersten Gedanken zu präsentieren.
Ideen für mehr Treffpunkte im Dorf
Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, fielen die Ergebnisse «sehr heterogen» aus. Während einige Gruppen sich bereits konkrete Gedanken gemacht hatten und diese präsentierten, hatten andere noch wenig vorzuweisen.
Auf Nachfrage nennt Gemeindeschreiber Jürg Schenkel ein Beispiel: «Die Gruppe, die sich mit zusätzlichen Begegnungsorten auseinandersetzte, präsentierte bereits, wo sie sich solche Treffpunkte vorstellen könnte.» Ziel ist, dass aus den Arbeitsgruppen konkrete Ideen kommen und letztlich politisch umsetzbare Projekte entstehen.
Auch wenn es noch wenig Konkretes vorzuweisen gibt, ist der Gemeinderat zuversichtlich und freut sich über die «spürbare Begeisterung, sich bei der Entwicklung der Wohngemeinde zu engagieren». Er will an dem Prozess festhalten. Im kommenden Frühjahr will er deshalb einen nächsten Ergebnis-Workshop veranstalten. Er soll als eine Art Standortbestimmung dienen, bevor erste Projekte in die Umsetzungsphase gelangen.
Wer bislang noch nicht Teil der Turbenthaler Zukunftswerkstatt ist und sich in einem der Handlungsfelder engagieren möchte, kann sich bei Gemeindeschreiber Jürg Schenkel unter Telefon 052 397 26 27 oder per E-Mail juerg.schenkel@turbenthal.ch melden.