Schnelle Maag fährt aufs Podest
Die Wernetshauserin Natalie Maag gelingt in Oberhof mit EM-Bronze ihre bislang beste Saisonleistung – und setzt ein Zeichen Richtung Olympia.
Natalie Maag sorgte an den Europameisterschaften in Oberhof für eine positive Überraschung. Die Wernetshauser Rodlerin holte sich beim parallel als Weltcup und Europameisterschaft ausgetragenen Wettbewerb die Bronzemedaille an der EM.
Auf ihrer Heimbahn in Thüringen, wo sie während der Saison ihr temporäres Zuhause hat, büsste Maag 28 Hundertstel auf die deutsche Europameisterin Merle Fräbel ein. Zu Rang 2, der an die Österreicherin Lisa Schulte ging, fehlten ihr lediglich zwei Tausendstel.
«Ich freue mich sehr über den dritten Platz und finde es toll, dass ich mir mit Lisa Schulte ein so enges Rennen liefern konnte», sagte Maag.
Der Grundstein für den Podestplatz wurde bereits im ersten von zwei Läufen gelegt. Zwar unterliefen ihr dabei einige kleine Fehler, und ganz zufrieden war Maag mit ihrer Fahrt nicht. Dennoch klassierte sie sich nach dem ersten Durchgang auf Rang 2.
Hinterher ging Maag materialtechnisch nochmals voll ans Limit. Umso glücklicher zeigte sie sich im Anschluss, dass sie den Lauf sauber ins Ziel brachte und sich damit Platz 3 in der Endabrechnung sichern konnte.
Zweite Medaille an Grossanlass
Mit dem zweiten Medaillengewinn an einem Grossanlass – nach WM-Silber im Sprint 2024 – bestätigte die Oberländerin, dass der Formaufbau im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele stimmt.
Nach einem starken Schlussspurt in der vergangenen Saison mit zwei Podestplätzen, Rang 5 im Gesamtweltcup sowie einem weiteren Topresultat an der Weltmeisterschaft war die 28-Jährige mit grossen Ambitionen in die laufende Weltcup-Saison gestartet.
Bislang war der erhoffte Exploit jedoch ausgeblieben. In den ersten fünf Weltcup-Rennen klassierte sich Maag auf den Rängen 7, 7, 11, 15 und 8. Mit dem EM-Podest von Oberhof setzte sie nun aber ein wichtiges Zeichen für die kommenden Grossanlässe.