Rancan holt Gold – und schafft damit Historisches
Exploit in Chengdu
Riccardo Rancan holt als erster Oberländer überhaupt eine Medaille an den World Games. Dabei schafft es der Orientierungsläufer aus Uster im Rennen über die Mitteldistanz sogar zuoberst aufs Podest.
Gleich zum Auftakt der World Games im chinesischen Chengdu setzte Orientierungsläufer Riccardo Rancan für einen ersten Höhepunkt aus Schweizer Sicht. Der Ustermer zeigte im Rennen über die Mitteldistanz eine starke Leistung und gewann mit einem Vorsprung von 2:21 Minuten vor dem Italiener Francesco Mariani und dem Kanadier Vegard Jarvis Westergård.
Rancan sorgte mit diesem Erfolg gleichzeitig für die erste Oberländer Medaille an World Games – seit der ersten Austragung im Jahr 1981.
Bewusst langsam gestartet
Der 28-Jährige sagte hinterher: «Ich bin bewusst langsam gestartet, um die Hitze besser zu verkraften. Technisch war es auch nicht einfach, da viele kleine Wege nicht kartiert waren. Deshalb habe ich in den Postenräumen manchmal kleine Umwege gemacht, konnte aber grössere Fehler vermeiden, weil ich immer genau wusste, wo ich hinwollte. Die Häuser und grossen Strassen halfen mir bei der Orientierung.»
Ein Wettkampf der besonderen Art
Tatsächlich war es ein Wettkampf der besonderen Art. Das Gelände führte mehrheitlich durch Reis- und Maisfelder, welche mit schmalen Pfaden durchsetzt sind. Auch war aufgrund der teils generalisierten Karte Flexibilität gefragt. Es war daher hilfreich sich an den markanten Objekten zu orientieren. Dazu kamen die hohen Temperaturen um die 35 Grad – mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit.
Nebst Rancan schaffte es mit Simona Aebersold eine weitere Schweizerin über die Mitteldistanz zuoberst aufs Podest. Am Sonntag geht es weiter mit dem Sprint-Wettkampf. Dieser findet, wie auch die abschliessende Sprintstaffel, in einem Park statt.