Streit um Plakate in Wetzikon eskaliert: «Das grenzt an Wahlbeeinflussung»
Jahrelang durften die Wetziker Parteien ihre Wahlplakate auch an Brückengeländern befestigen – doch mitten im Wahlkampf schiebt die Stadt der Praxis einen Riegel vor. Das verärgert vor allem die SVP.
Zwei Plakate zierten bis Ende März das Brückengeländer beim Bahnübergang Medikon in Wetzikon – eines der SVP, auf dem ihr Kandidat Rolf Müri, aktuell im Amt als Gemeinderat sowie Parteipräsident, zu sehen ist. Das andere war der SP zuzuordnen – darauf zu sehen: Jim Häusermann und Helene Bisang.
Wenn beide Parteien rechtlich gut beraten sind, hängen die Plakate spätestens jetzt, wo Sie diesen Text lesen, dort nicht mehr. Denn der Grund, auf dem sie angebracht sind, gehört der Stadt Wetzikon. Und die untersagt ein Anbringen von Plakaten an Brückengeländern. Ob seit Neustem oder schon seit Anbeginn der Wahlwerbung, ist aktuell Gegenstand eines Streits zwischen der Stadt und der SVP.
Erst ist Plakatieren erlaubt, dann plötzlich nicht mehr
Fragt man den Mann, der auf einem der Wahlplakate zu sehen ist, ist die Antwort simpel: «Wir haben bereits vor zwei Jahren die mündliche Bewilligung der Stadt erhalten, dass wir an Brückengeländern plakatieren dürfen», erklärt Müri. Also habe man für diesen Wahlkampf entsprechend geplant. «Unsere ehrenamtlichen Helfer haben an insgesamt vier Brücken zirka acht Plakate angebracht.»

