Wahlen

Neuer Stadtrat

Die SVP ist zurück im Stadtrat von Illnau-Effretikon

Zwei SVP-ler und ein GLP-ler wollten neu in den Stadtrat. Einer konnte überzeugen, doch das Ergebnis war knapp.

Sie haben die Wahl in den Stadtrat von Illnau-Effretikon geschafft (von links): Rosmarie Quadranti, Samuel Wüst, Marco Nuzzi, Philipp Wespi, Simon Binder, Michael Käppeli und Brigitte Röösli.

Foto: Stadt Illnau-Effretikon

Die SVP ist zurück im Stadtrat von Illnau-Effretikon

Zwei SVPler und ein GLPler wollten neu in den Stadtrat. Einer konnte überzeugen, doch das Ergebnis war knapp.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Beim dritten Anlauf hat es die SVP wieder in den Stadtrat von Illnau-Effretikon geschafft. In den beiden letzten Legislaturen hatte es die Partei bereits ohne Erfolg versucht. Das, obwohl sie die stärkste Partei im Parlament ist. Doch nun konnte Simon Binder die Wählerschaft überzeugen. Er hat es in den Stadtrat geschafft.

Das Ergebnis war allerdings knapp. Mit 2499 Stimmen lag er nur 28 Stimmen vor Andreas Hasler (GLP), der ebenfalls neu für das Gremium kandidierte. «Es blieb bis zum Schluss ein Krimi, ich war schon etwas nervös», sagt Binder. «Doch endlich haben wir den Bann gebrochen und es wieder in den Stadtrat geschafft.»

Er hat zusammen mit Daniel Huber (SVP) kandidiert, der bei den Abstimmungsresultaten am wenigsten Stimmen erhalten hat. Ein Risiko, denn die 2178 Stimmen, die Huber erhalten hat, hätten auch an Binder gehen können. Das hätte das Ergebnis verdeutlicht. Denn im schlimmsten Fall hätten sich die beiden SVP-Kandidaten auch kannibalisieren können und somit Hasler den Vorsprung gewährt.

Binder sieht das jedoch anders: «Ohne Dani wäre mir der Sieg nicht gelungen, denn er ist ein hervorragender Wahlkämpfer, der uns eine extreme Sichtbarkeit verschafft hat.»

Ein Porträt von Simon Binder.
Simon Binder ist nun zum Stadtrat von Illnau-Effretikon gewählt worden.

Der neu gewählte Stadtrat freut sich auf die neue Herausforderung. Nachdem er acht Jahre im Parlament gesessen sei und bloss mit Ja oder Nein habe stimmen dürfen, wolle er nun endlich anders politisieren: «Endlich kann ich nun politisch auch mitgestalten.»

GLP verliert Vertretung

Mit dem Sieg von Simon Binder und der SVP hat nun die GLP eine Vertretung verloren. Zuvor war Erik Schmausser (GLP) im Stadtrat. Dieser hat sich jedoch nicht mehr aufstellen lassen, dafür hat Parteikollege und Kantonsrat Andreas Hasler neu kandidiert.

«Klar bin ich enttäuscht, dass ich nicht gewählt worden bin», sagt er. «Das Ergebnis war äusserst knapp, ich wusste, dass Simon ein guter Kandidat ist und eine Hürde bedeutet.» Ob Hasler künftig erneut für den Stadtrat kandidieren wird, ist noch ungewiss. Er hätte sich gefreut, sich für die Stadt zu engagieren, jedoch sehe er das Positive: «Nun habe ich ein bisschen mehr Zeit, als wenn ich im Stadtrat wäre.»  

Neben dem Einzug von Binder wird es ansonsten keine Wechsel im Stadtrat geben. Die Mitglieder der neuen Legislatur sind neben Binder die Bisherigen Marco Nuzzi (FDP), der nach wie vor das Präsidium übernehmen wird, Philipp Wespi (FDP), der schon am längsten in der Exekutive sitzt und damit sein 20-Jahr-Jubiläum anstrebt, Michael Käppeli (FDP), Samuel Wüst (SP), Rosmarie Quadranti (Die Mitte) und Brigitte Röösli (SP).

Damit belegt die FDP drei Sitze im Stadtrat, die SP zwei Sitze, die Mitte einen Sitz sowie auch die SVP neu einen Sitz. Dass die bisherigen Stadträte und Stadträtinnen ihre Sitze verteidigen konnten, zeigt, dass die Bevölkerung durchaus zufrieden mit ihrer Exekutive ist. Dadurch, dass nun aber die GLP durch die SVP ersetzt worden ist, verstärkt die Rechte in Illnau-Effretikon ihre Position.

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