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Politik

«Es war nicht mein Ziel, einmal Gemeindepräsident zu werden»

Nun ist es offiziell: Carlo Hächler (FDP) ist der Nachfolger von Christoph Hitz (parteilos), der im letzten Dezember das Amt des Hittnauer Gemeindepräsidenten abgelegt hat. Im Interview spricht Hächler über aktuelle Herausforderungen und die nächsten Wahlen.

Im Winter traten zwei Hittnauer Gemeinderäte innerhalb weniger Wochen aus gesundheitlichen Gründen zurück. Nun besteht die Exekutive statt aus sieben nur noch aus fünf Mitgliedern. Wie haben Sie die letzten Monate erlebt?
Carlo Hächler: Die Rücktritte von Präsident Christoph Hitz (parteilos) und Sozialvorstand Peter Wermelinger (SVP) haben unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Wir konnten die Aufgaben dank festgelegten Ersatzpersonen rasch auf die verbliebenen Gemeinderäte aufteilen, waren danach aber alle stark gefordert. Für mich persönlich bedeutet der Mehraufwand eine Verdoppelung der Arbeit. Die Verkleinerung des Gemeinderates wäre eigentlich erst ab den nächsten Wahlen geplant gewesen.

Konnten Sie trotzdem schon von den Vorbereitungen für diesen Schritt profitieren?
Nicht wirklich, denn wir waren mitten in den Vorbereitungen für die Umstrukturierung. Und die betrifft nicht nur den Gemeinderat, sondern auch die Verwaltung. Aus sieben Ressorts werden fünf, was für die ganze Verwaltung Folgen hat. Zudem sollen die Aufgaben neu geregelt werden: Die Mitarbeitenden der Verwaltung werden mehr operative Kompetenzen erhalten, damit sich der Gemeinderat auf die strategischen Aufgaben konzentrieren kann. Dieser Prozess wird voraussichtlich erst Ende des nächsten Jahres abgeschlossen werden können

« Ich bin es mir gewohnt, dass es im Leben Phasen gibt, die intensiver sind. »

Sie sind zumindest ab sofort nicht mehr nur Interimspräsident, sondern offiziell als Gemeindepräsident gewählt…
… in stiller Wahl als einziger Kandidat für das Amt. (schmunzelt) Dass ich als Vizepräsident kurzfristig die Führung übernehmen werde, war klar. Zuerst wussten wir lange nicht, ob der Bezirksrat überhaupt eine Ersatzwahl für das Präsidium anordnen wird. Dann kam die Vorgabe, die Nachfolge müsse aus dem bestehenden Gremium gewählt werden – was auch Sinn macht, denn als Auswärtiger in dieser Zeit der Umstrukturierung sich in ein neues Amt einarbeiten zu müssen, wäre sehr aufwändig.

Und trotzdem tönt es etwas nach Pflichtprogramm für Sie.
Gar nicht! Ich wurde bei meinem Eintritt in den Gemeinderat seinerseits auch in stiller Wahl gewählt, ganz ohne Wahlkampf. Das trägt nicht die gleiche Qualität mit sich – auch wenn ich bei den allgemeinen Wahlen vor drei Jahren im Amt gut bestätigt wurde.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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