Christoph Hitz tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück
Wie der Gemeinderat Hittnau mitteilt, hat Gemeindepräsident Christoph Hitz (parteilos) dem Bezirksrat ein Gesuch um Entlassung als Mitglied des Gemeinderates eingereicht. Dies habe Hitz am Montag dem Kollegium mitgeteilt. Gesundheitliche Gründe zwingen ihn zu diesem Schritt.
Christoph Hitz nimmt auf Anfrage nur kurz Stellung: Körperlich gehe es ihm gut, aber er könne nicht mehr. «Im Herz tuets weh.» Weitere Aussagen lägen im Moment nicht drin.
«Im Herz tuets weh.»
Christoph Hitz
Nun übernimmt Vize-Präsident Carlo Hächler (FDP) seine Aufgaben. Da Hitz und Hächler in vielen Ausschüssen und Arbeitsgruppen bereits gemeinsam arbeiten, ist er mit den meisten der anstehenden Themen bereits vertraut. «Die Bevölkerung wird daher wohl nicht viel von der Veränderung merken», sagt er.
Anders sehe dies allerdings im Gemeinderat aus, dort würden einige Mitglieder neue Aufgaben übernehmen müssen. «Aber wir sind gut aufgestellt mit Stellvertreter-Regelungen und daher auf diesen Fall vorbereitet», sagt Hächler. Trotzdem sei es eine Herausforderung. «Jetzt müssen alle noch mehr mit anpacken.»
Ersatzwahl auf dem Prüfstand
Zudem sei der Zeitpunkt des Rücktrittes von Christoph Hitz nicht ganz unproblematisch. Im November hat das Stimmvolk die Revision der Gemeindeordnung per Januar 2022 genehmigt, wovon ein Teil die Verkleinerung des Gemeinderates von sieben auf fünf Personen ist. Hächler: «Wir sind mitten im Prozess, uns auf diese neuen Umstände vorzubereiten. Und nun müssen wir in der Zwischenzeit vielleicht noch eine Ersatzwahl ansetzen.»
Eine neue Person zu wählen, die nach einem Jahr wieder aus ihrem Amt gehievt werden könnte, sei eine schwierige Ausgangslage. Und: «Jemand müsste sich in ein Amt einarbeiten, das sich innert kurzer Zeit sowieso wieder ändert.» Denn durch die Verkleinerung der Exekutive werden viele Aufgaben auf die Verwaltungsmitarbeiter übertragen. Ob es zu einer Ersatzwahl kommt, liege nun in der Hand des Statthalters.
«Es tut mir natürlich wahnsinnig leid für ihn.»
Carlo Hächler
Für Carlo Hächler steht jedoch momentan die Person Christoph Hitz an vorderster Stelle: «Es tut mir natürlich wahnsinnig leid für ihn.» Man habe in der letzten Zeit gemerkt, dass es ihm nicht gut gehe. Die Tragweite habe er allerdings nicht erkennen können, so Hächler.
«Allseits geschätzter Gemeindepräsident»
So schreibt es denn auch der gesamte Gemeinderat in einer Mitteilung: «Der Gemeinderat bedauert den getroffenen Entscheid sehr, verliert das Behördengremium mit Christoph Hitz doch einen gut vernetzten und allseits geschätzten Gemeindepräsidenten.» Kaum ein anderes Behördenmitglied sei derart mit der Gemeinde verbunden, zeichne sich durch fundierte Kenntnisse in Politik und Wirtschaft aus und habe das Gemeindegeschehen auch in Krisenzeiten geschickt lenken können.
Im Jahr 2002 debütierte Christoph Hitz in der Rechnungsprüfungskommission und wurde 2006 in den Gemeinderat gewählt. Ab dem Jahr 2010 amtete Christoph Hitz als Gemeindepräsident. Der Gemeinderat wartet nun auf die entsprechende Verfügung des Bezirksrats Pfäffikon, um das weitere Vorgehen beschliessen zu können.