Der letzte grosse Entscheid für das Luppmenareal in Hittnau ist gefällt
Ja zu 9,5 Millionen Franken
Die Sanierung, die Renovation und die Umnutzung der drei Gemeindeliegenschaften im Hittnauer Luppmenareal können angepackt werden. Die Bevölkerung sagte klar Ja.
1262 Ja-Stimmen zu 449 Nein-Stimmen: Die Hittnauer Bevölkerung setzte mit knapp 74 Prozent am Abstimmungssonntag ein klares Signal für ihr Luppmenareal – bemerkenswert ist auch die Stimmbeteiligung von 65 Prozent. Sowohl SVP, FDP, Forum Hittnau, GLP und die Rechnungsprüfungskommission hatten sich im Vorfeld für die Vorlage des Gemeinderats ausgesprochen und empfohlen, den Baukredit in Höhe von 9,497 Millionen Franken zu genehmigen.
Die Stimmberechtigten hatten einst an der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember 1989 das Areal Luppmenpark von der 1967 gegründeten Emil-Spörri-Stiftung übernommen. Damit ging die Verpflichtung einher, dem Stiftungsgedanken – Wohnmöglichkeiten für ältere Personen zu erstellen und zu führen – Rechnung zu tragen und das bestehende Kleinaltersheim mit sieben Plätzen weiterzubetreiben.

Das Kleinaltersheim musste aus Kostengründen 2013 aber geschlossen werden. Seither wurden mehrere Anläufe unternommen, das Areal seinem ursprünglichen Bestimmungszweck zuzuführen. Mit der Verabschiedung des Gestaltungsplans Luppmenpark im Jahr 2019 und einem Architekturwettbewerb 2021 wurden die Grundlagen für die bauliche Weiterentwicklung geschaffen.
Mit dem Ausgliederungserlass, den die Stimmberechtigten am 12. März 2023 an der Urne gutgeheissen hatten, wurde ein Teil des Areals Luppmenpark im Baurecht an die Genossenschaft Alterswohnen Luppmenpark (GAL) abgegeben. Diese realisiert 38 altersgerechte und zwischenzeitlich bewilligte Wohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Park und zu den Gebäuden der Gemeinde. Im Eigentum der Gemeinde verblieben sind die Villa Spörri mit dem umfangreich sanierten Teehaus, der gesamte Park sowie die Liegenschaften Kosthaus und Riegelhaus.
Mit dem Projekt sollen diese drei Gebäude erneuert und sinnvoll genutzt werden. In der Villa entsteht im Erdgeschoss ein Gemeinschaftszentrum mit Bistro und Räumen für Veranstaltungen und Begegnungen. In den oberen Stockwerken sind zwei Wohnungen geplant. Das Riegelhaus wird zu drei Wohnungen umgebaut. Im Kosthaus ist Platz für eine Wohngemeinschaft mit gemeinsamer Küche und Aufenthaltsraum vorgesehen. So entsteht zusätzlicher Wohnraum für verschiedene Altersgruppen. Gleichzeitig wird der Park aufgewertet. Wege werden verbessert, der Weiher wird ökologisch erneuert, und neue Sitzplätze entstehen.


Die eigentlichen Baukosten werden auf 8,06 Millionen Franken geschätzt. Zusätzlich sind kleinere Beträge für die Bauherrenberatung und eine Anpassung der Liegenschaft Alte Seki im Kredit berücksichtigt. Für die Umplatzierung der Asylsuchenden vom Kosthaus und vom Riegelhaus in die gemeindeeigene Liegenschaft Alte Seki an der Jakob-Stutz-Strasse 48 ist mit Kosten von etwa 180’000 Franken zu rechnen. Diese fallen aber nur an, wenn sich keine anderen Wohnräume finden lassen.
Mit dem Ja an der Urne sieht der Fahrplan nun folgendermassen aus: Im August startet das Baubewilligungsverfahren, im September folgt der Baubeginn. Im Februar 2029 wird das ganze Projekt im besten Fall fertiggestellt, und der Bezug kann starten.
