Ara, Badi, Schuldenbremse: Die lokalen Abstimmungen kompakt
Neue Abwasserreinigungsanlagen, Sanierung eines Strandbads oder Einführung einer Schuldenbremse: Wir liefern eine Übersicht über alle regionalen Vorlagen.
Badi Auslikon erhält einen Neubau
Wetzikon – Die Stimmberechtigten von Wetzikon wollen einen Neubau im Strandbad Auslikon. Sie haben einen Kredit über 6,34 Millionen Franken für ein entsprechendes Projekt mit 4721 Ja- gegenüber 2693 Nein-Stimmen gutgeheissen.
Die Stadt plant den Neubau, weil das Strandbad Auslikon in keinem guten Zustand mehr ist. Die bestehenden Gebäude sind alt und energetisch überholt. Zudem steht das Kioskgebäude zu nah am Chämtnerbach und muss deshalb abgerissen werden. Der Neubau ist auch nötig, damit der Betrieb des Bades weiterhin erlaubt bleibt. Die Stimmbeteiligung lag bei 47,8 Prozent. (bes)
Schulhaus Bühl kann erweitert werden
Wetzikon – Das Primarschulhaus Bühl in Wetzikon ist zu klein – es fehlen Klassenzimmer und wichtige Nebenräume. Jetzt haben die Stimmberechtigten entschieden, dass das Schulhaus in Unterwetzikon erneuert und vergrössert werden kann. Sie haben den Kredit für das ganze Projekt in Höhe von 22,8 Millionen Franken mit 4789 Ja-Stimmen gutgeheissen. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 47,4 Prozent. Geplant ist ein neues Gebäude an der Spitalstrasse. Das alte, denkmalgeschützte Schulhaus bleibt erhalten. (bes)
Das Zentrum Breitenhof wird zur Aktiengesellschaft
Rüti – Das Alterszentrum Breitenhof in Rüti erhält eine neue Rechtsform. Per 1. Januar 2026 wird es in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Dies haben die Stimmberechtigten am Sonntag an der Urne mit 56,3 Prozent Ja-Stimmen entschieden. Die Stimmbeteiligung lag bei 46 Prozent.
Die Grundstücke des Zentrums Breitenhof bleiben auch nach der Umwandlung im Besitz der Gemeinde. Dies gilt auch für 100 Prozent der Aktien. Der Gemeinderat erhofft sich durch die neue Rechtsform mehr Flexibilität und kürzere Entscheidungswege. Dadurch sei das Alterszentrum mit rund 160 Mitarbeitenden für die Zukunft gerüstet. (lel)
Zell stimmt revidierter Gemeindeordnung zu
Zell – Eigentlich hätte die Gemeinde ihre Gemeindeordnung nur einer Teilrevision unterziehen wollen. Wegen der Fülle an kleineren Änderungen ist daraus – auf Geheiss des kantonalen Gemeindeamts – eine Totalrevision geworden. Unter anderem wird damit die Organisation der Verwaltung mit einer Geschäftsleitung formell bestätigt. Die gravierendste Änderung war wohl die Anpassung beim Erwerb von Liegenschaften: Neu kann die Gemeinde Grundstücke mit einem Wert bis 2 Millionen Franken ohne Zustimmung des Volks kaufen. Die Stimmberechtigten nahmen die Vorlage mit einem Ja-Stimmenanteil von 77,65 Prozent an. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,57 Prozent. (nos)
Maur komplettiert RPK
Maur – Im Rennen um die Nachfolge von Bruno Sauter in der Maurmer Rechnungsprüfungskommission stand am Sonntag der zweite Wahlgang an. Nachdem sich bereits zwei Kandidaten aus dem Rennen genommen hatten, verblieb mit dem parteilosen Daniel Steffen nur ein Gegenkandidat zu Franziska Kristensen (FDP).
Die Stimmberechtigten wählten Kristensen mit 1’693 Stimmen und einem Vorsprung von 533 Stimmen auf Steffen. Die Stimmbeteiligung betrug 44,7 Prozent.
Bei der Ersatzwahl eines Mitglieds der Schulpflege schaffte niemand den Sprung ins Gremium. Am nächsten am absoluten mehr war Rahel Giuliani (parteilos) mit 878 Stimmen. Es braucht einen zweiten Wahlgang, dieser findet am 30. November statt. (nos)
Rüti verkleinert die Schulpflege
Rüti – Die Schulpflege von Rüti hat künftig nur noch 7 statt 9 Mitglieder. Dies haben die Stimmberechtigten mit der Annahme der Teilrevision der Gemeindeordnung entschieden, die auch noch weitere Anpassungen der Behördenorganisation beinhaltet. Der Ja-Stimmenanteil lag bei 75,6 Prozent, die Stimmbeteiligung bei 44,5 Prozent. Durch die Schaffung einer Leitung Bildung hatte die Schulpflege zuletzt Aufgaben abtreten können.
Neben der Reduktion der Schulpflege sieht die Teilrevision unter anderem die Aufhebung der Einbürgerungs- und Sicherheitskommission vor. Beide Kommissionen hätten zuletzt keine substanziellen Aufgaben mehr erfüllt. Ausserdem schliesst sich die Gemeinde Rüti neu der kantonalen Ombudsstelle an. (lel)
Hinwil wählt Carl Yannick Weber in die RPK
Hinwil – Die Stimmberechtigten von Hinwil haben für den Rest der Amtsdauer bis im nächsten Jahr Carl Yannick Weber als neues Mitglied der Rechnungsprüfungskommission gewählt. Weber setzte sich mit 1819 zu 1473 Stimmen gegen Marisa Pellaton durch. Die Ersatzwahl wurde nötig, weil Christian Moser (FDP) im März seinen Rücktritt aus dem Gremium erklärt hatte, in das er erst im Juni 2024 gewählt worden war. (lel)
Fehraltorf verkleinert die Schulpflege und ermöglicht die Schaffung einer Leitung Bildung
Fehraltorf – Die Stimmberechtigten von Fehraltorf nahmen die Teilrevision der Gemeindeordnung mit 1970 Ja-Stimmen an. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 51,4 Prozent. Kernpunkte sind drei Anpassungen: Erstens wird die Schulpflege von bisher sechs auf neu fünf Mitglieder verkleinert. Grund sind veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen sowie mehr Delegationsmöglichkeiten an die operative Ebene; zudem spart die Reduktion jährlich rund 22'000 Franken. Zweitens ermöglicht die Teilrevision, die Schaffung einer Leitung Bildung. In Fehraltorf werden die Aufgaben der Leitung Bildung bisher von der Gesamtschulleitung abgedeckt. Der neue Artikel in der Gemeindeordnung ist darum explizit so formuliert, dass lediglich die gesetzlichen Grundlagen geschaffen sind, um eine Leitung Bildung einzuführen. Drittens erhält Fehraltorf eine Ombudsstelle: Sie soll als neutrale Anlaufstelle für Ratsuchende dienen, Vermittlungen übernehmen und Empfehlungen abgeben. Der Gemeinderat will die diese Aufgaben der kantonalen Ombudsstelle übertragen. (tas)
Revision der Gemeindeordnung unbestritten
Fällanden – Es hing viel von der Revision der Gemeindeordnung ab in Fällanden. So soll der Gemeinderat von heute acht auf sieben Mitglieder reduziert werden. Zudem kann der Gemeinderat neu nur noch Liegenschaften im Finanzvermögen in eigener Kompetenz verkaufen, die eine Schwelle von 500’000 Franken nicht übersteigen. Bisher lag die Grenze dafür bei einer Million Franken. Das Resultat war klar: Bei einer Stimmbeteiligung von 46,9 Prozent stimmten 2210 Stimmberechtigte dafür und nur 377 dagegen, was 85,4 Prozent Ja-Stimmen entspricht. (red)
Gossau erhält eine Schuldenbremse
Gossau – Die Gossauerinnen und Gossauer befürworten die Einführung einer Schuldenbremse mit 2950 Ja- gegenüber 617 Nein-Stimmen. Die mittlerweile zurückgezogene Einzelinitiative von Claudio Zanetti (SVP) und Jürg Graf (FDP) hatte dies gefordert. In der Initiative wurde noch ein Eigenfinanzierungsgrad von 100 Prozent gefordert. Der Gegenvorschlag des Gemeinderats sieht nun unter anderem vor, dass die Nettoschulden 70 Prozent der budgetierten Steuereinnahmen nicht überschreiten dürfen.
Michael Diefenbach in die Sekundarschulpflege gewählt
Dübendorf/Schwerzenbach – Für den freien Sitz in der Sekundarschulpflege Dübendorf-Schwerzenbach kam es zu einer Kampfwahl. Es kandidierten Michael Diefenbach (parteilos) und Remo Streich (SP). Gewählt wurde Michael Diefenbach mit 2832 Stimmen. Remo Streich erhielt 1415 Stimmen. Zur Wahl kam es wegen des Wegzugs von Alexandra Freuler (SP).(red)
