Politik

Öffentlicher Verkehr

Fehraltorf will eine S-Bahn-Haltestelle im Industriegebiet Allmend

Das Industriegebiet Fehraltorf ist vom Bahnhof aus nur mit dem Bus oder über längere Fusswege erreichbar. Mit einer zusätzlichen Bahnanbindung will der Gemeinderat den öffentlichen Verkehr stärken.

Fehraltorf will eine S-Bahn-Haltestelle im Industriegebiet Allmend

Öffentlicher Verkehr

Das Industriegebiet Fehraltorf ist vom Bahnhof aus nur mit dem Bus oder über längere Fusswege erreichbar. Mit einer zusätzlichen Bahnanbindung will der Gemeinderat den öffentlichen Verkehr stärken.

Fehraltorf ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Zürcher Oberland. Über 450 Gewerbe- und Industriebetriebe bieten mehr als 4000 Arbeitsplätze. Die Erschliessung des Industriegebiets stellt die Gemeinde jedoch vor Herausforderungen: Auf der Allmendstrasse sind täglich rund 5200 Fahrzeuge unterwegs.

Eine zusätzliche S-Bahn-Haltestelle könnte dazu beitragen, den Strassenverkehr zu entlasten. Wie aus der Medienmitteilung hervorgeht, möchte der Gemeinderat das Industriegebiet direkt an das Bahnnetz anbinden. Damit erhofft sich die Gemeinde eine Entlastung der bestehenden Buslinien und weniger Autoverkehr. Auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts könnte dadurch steigen.

Neue Pläne für den Verkehr

Ob eine zusätzliche Haltestelle infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es muss noch geklärt werden, wie gross der Bedarf ist, ob sich die Haltestelle technisch realisieren lässt und ob sich das Vorhaben wirtschaftlich lohnt. Der Gemeinderat möchte dies nun prüfen. Mit einem entsprechenden Schreiben hat er sich an den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) gewandt. Er hofft, dass die Idee bei künftigen Verkehrs- und Infrastrukturplanungen berücksichtigt wird.

Auch unabhängig von der möglichen S-Bahn-Haltestelle sind Verbesserungen für das Industriegebiet vorgesehen. Die Gemeinde plant eine Sanierung der Allmendstrasse und einen neuen Nordanschluss an die Kempttalstrasse. Zudem sollen die drei bisherigen Bushaltestellen im Industriegebiet durch zwei hindernisfreie Haltestellen ersetzt werden. Damit soll der Zugang zum Bus für alle Fahrgäste erleichtert werden. Die Projektauflage und das Bewilligungsverfahren sind für 2027 vorgesehen und kosten gemäss Voranschlag rund 3,05 Millionen Franken. 

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