Die Bibliothek Bauma wird in die Gemeindeverwaltung integriert
Verein nicht mehr zeitgemäss
Die Gemeindeversammlung Bauma war sich am Montagabend einig: Die Bibliothek wird Teil der Verwaltung, die Bau- und Zonenordnung wird angepasst, und eine Frau erhielt zum letzten Mal das Bürgerrecht von der Gemeindeversammlung.
Die Bibliothek Bauma wird künftig als Teil der Gemeindeverwaltung geführt und nicht mehr wie bisher durch einen separaten Verein. Dies entschied die Baumer Gemeindeversammlung am Montagabend in der reformierten Kirche. Die 68 anwesenden Stimmberechtigten stimmten der Vorlage mit grossem Mehr zu, wie Gemeindeschreiber Andreas Rohner auf Anfrage sagt.
Der Grund für die Neuorganisation liegt darin, dass der Vorstand des gemeinnützigen Vereins überaltert ist und es keine Nachfolger für die wichtigen Funktionen gibt. Ausserdem sind die Personalkosten in den letzten Jahren stetig angestiegen, was auf die vielen angebotenen Workshops und die zusätzlichen Aufgaben durch neue Medien zurückzuführen ist.
Darüber hinaus beurteilt die Gemeinde das Führen einer Bibliothek als Verein als nicht mehr zeitgemäss. Denn die Kosten für den Betrieb übernimmt zum Grossteil ohnehin die Gemeinde, die dafür aktuell noch eine Leistungsvereinbarung mit dem Bibliotheksverein hat. Im Kanton Zürich gibt es neben Bauma nur zwei andere Gemeinden, in denen die Bibliothek nicht Teil der Gemeinde- oder Schulverwaltung ist.

