Politik

Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon und Russikon

Prüfung der Grossfusion im Bezirk Pfäffikon als gemeinsames Legislaturziel

Dass Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon und Russikon näher zusammenrücken wollen, ist bekannt. Nun haben die vier Gemeinden einen konkreten, nächsten Schritt festgelegt.

Prüfung der Grossfusion im Bezirk Pfäffikon als gemeinsames Legislaturziel

Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon und Russikon

Dass Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon und Russikon näher zusammenrücken wollen, ist bekannt. Nun haben die vier Gemeinden einen konkreten nächsten Schritt festgelegt.

«Wo man sich zusammentut, wächst das Potenzial.» Diese Aussage stammt vom Pfäffiker Gemeindepräsidenten Marco Hirzel (parteilos) aus dem letzten Dezember. Damals fand ein erster Workshop mit den Gemeinden Pfäffikon, Fehraltorf, Russikon und Hittnau statt. Sie besprachen Wege, wie sie ihre Kräfte bündeln können, um Herausforderungen wie Fachkräftemangel oder die zunehmende Komplexität der Aufgaben besser zu bewältigen. 

Das Fazit von Hirzel überrascht nicht, ist er doch ein grosser Befürworter von Gemeindefusionen. Am 28. Februar 2027 steht die Abstimmung über den Fusionsvertrag zwischen Pfäffikon und Wildberg an.

Als weiterer Schritt nach dem Workshop wollten die vier Gemeinden ausloten, welche gemeinsamen Themen sich konkret anbieten und wo weiteres Potenzial vorhanden ist. Mit den Legislaturzielen 2026 bis 2030 steht nun fest, dass es in die Richtung Fusion weitergehen soll.

Ein Ziel, verschiedene Formulierungen

«Mit den Nachbargemeinden wird eine verstärkte Zusammenarbeit bis hin zur Kombinationsfusion geprüft und der Stimmbevölkerung aller fünf Gemeinden eine diesbezügliche Grundsatzfrage an der Urne unterbreitet», heisst es etwa in den Pfäffiker Legislaturzielen. Fünf Gemeinden, da Wildberg bald auch zu Pfäffikon gehören könnte.

Die Hittnauer formulieren die Lage etwas zurückhaltender: «Die interkommunale Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Gemeinden wird aktiv betrieben und erweitert. Ein Know-how-Austausch wird auf allen Gebieten gepflegt.» Darüber hinaus würden die «Möglichkeiten für funktionale Zusammenschlüsse geprüft und wo sinnvoll und möglich umgesetzt».

Auch in Russikon ist die Prüfung einer gemeinsamen Zukunft eines der Legislaturziele. Diese werden jedoch erst im November veröffentlicht, wie Gemeindeschreiber Marc Syfrig auf Anfrage informiert.

Co-Projektleitung bei Fehraltorf und Hittnau

Der Fehraltorfer Gemeinderat beschreibt den anstehenden Fahrplan in einer Medienmitteilung sehr ausführlich: In einem ersten Schritt erstellen die beteiligten Gemeindepräsidien einen gemeinsamen Projektauftrag. Die Gemeindepräsidenten Anton Muff (DGF) aus Fehraltorf und Reto Huber (SVP) aus Hittnau haben die Co-Leitung inne.

Dabei werden sowohl Vorteile als auch Risiken untersucht. «Zu den möglichen Chancen zählen insbesondere Effizienz- und Qualitätsgewinne, eine höhere Versorgungssicherheit, bessere Möglichkeiten zur Spezialisierung, eine effizientere IT-Infrastruktur, einheitliche Software-Standards und gebündelte Digitalkompetenz sowie eine stärkere Positionierung der Region», heisst es in der Mitteilung.

Gleichzeitig sollen Fragen zur politischen Mitwirkung, zur Bürgernähe, zur lokalen Identität und zur kommunalen Autonomie umfassend berücksichtigt werden.

Parallel dazu werden die Verantwortlichen Gespräche mit dem Kanton führen, um diesen als Projektpartner zu gewinnen. Der Start des gemeinsamen Projekts ist dann für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Bis Ende 2030 soll in allen Gemeinden gleichzeitig eine Grundsatzabstimmung stattfinden.

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