Politik

Grenzbereinigung Uster–Greifensee

Hinter den Kulissen nimmt die neue Schulordnung Gestalt an

Nach dem klaren Volks-Ja geht die Grenzbereinigung zwischen Uster und Greifensee in die Umsetzung. Für die Jugendlichen im Schulhaus Wüeri bleibt der Alltag unverändert.

Hinter den Kulissen nimmt die neue Schulordnung Gestalt an

Grenzbereinigung bei Uster und Greifensee

Nach dem klaren Volks-Ja geht die Grenzbereinigung zwischen Uster und Greifensee in die Umsetzung. Für die Jugendlichen im Schulhaus Wüeri bleibt der Alltag unverändert.

Gut sechs Monate nach dem deutlichen Ja an der Urne geht die Grenzbereinigung zwischen den Sekundarschulgemeinden Uster und Greifensee in die entscheidende Umsetzungsphase. Nachdem auch der Regierungsrat die Verträge genehmigt hat, arbeiten die Verantwortlichen nun an der Umsetzung der neuen Strukturen, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten sollen.

Mit der Abstimmung vom März wurde ein jahrelanger Schwebezustand beendet. Künftig entsprechen die Grenzen der Sekundarschulgemeinden wieder jenen der Politischen Gemeinden. Die heutige Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee (OSNG) wird aufgelöst. Das Gebiet von Greifensee bildet künftig die neue Sekundarschulgemeinde Greifensee (SSG), während Nänikon und Werrikon zur Sekundarschulgemeinde Uster gehören.

Schulalltag bleibt stabil

Für die Schülerinnen und Schüler hat die Reform vor allem ein Ziel: Kontinuität. Jugendliche aus Greifensee, Nänikon und Werrikon werden auch nach der Neuorganisation gemeinsam im Schulhaus Wüeri unterrichtet. Die heutige OSNG wird zur neuen Sekundarschulgemeinde Greifensee, welche den Schulbetrieb weiterführt.

Jugendliche aus Nänikon und Werrikon besuchen das Wüeri künftig gestützt auf einen Anschlussvertrag zwischen den beiden Gemeinden. Derzeit werden zahlreiche Details geregelt, etwa Zuständigkeiten, Informationswege, Schulplanung oder finanzielle Beiträge. Die Verantwortlichen betonen, dass der Übergang für Schülerinnen, Schüler und Eltern möglichst reibungslos verlaufen soll.

Fachgremium für das Schulhaus Wüeri

Eine Schlüsselrolle kommt der geplanten interkommunalen Anstalt Schulinfrastruktur Wüeri zu. Sie übernimmt ab 2027 die Schulanlage, die zwar auf Ustermer Boden steht, aber zu rund zwei Dritteln von Jugendlichen aus Greifensee besucht wird.

Die neue Anstalt wird Eigentümerin der Schulanlage und für deren Unterhalt sowie deren Weiterentwicklung verantwortlich sein. Beteiligt sind die künftige Sekundarschulgemeinde Greifensee mit 65 Prozent und die Sekundarschulgemeinde Uster mit 35 Prozent.

Geleitet werden soll die Organisation von einem vierköpfigen Fachgremium. Die Sitze werden öffentlich ausgeschrieben. Aktuell arbeiten die Verantwortlichen an den Anforderungsprofilen, Entschädigungsregelungen und den Schnittstellen zu den Schulpflegen. Gesucht werden insbesondere Fachpersonen mit Erfahrung in Bauwesen, Liegenschaftsverwaltung und Finanzen.

Wahlen und Abstimmung im September

Parallel zur organisatorischen Neuordnung laufen weitere wichtige Geschäfte. Am 27. September wählen die Stimmberechtigten die Schulpflegen der künftigen Sekundarschulgemeinde Greifensee und der Sekundarschulgemeinde Uster. Am selben Tag wird zudem über die geplante Aufstockung des Trakts C im Schulhaus Wüeri abgestimmt.

Bis zum Inkrafttreten der neuen Ordnung Anfang 2027 bleibt damit noch einiges zu tun. Nach dem deutlichen Volks-Ja geht es nun vor allem darum, die zahlreichen Detailfragen hinter den Kulissen zu klären und den Übergang in die neue Schulorganisation vorzubereiten.

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