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Politik

Bevorstehende Gemeindeversammlung

Drei Parteien, zwei Gestaltungspläne: Rüti entscheidet über den neuen Dorfkern

Die Migros, die UBS-Anlagestiftung und die Gemeinde sind bereit und wollen loslegen. Am 7. September entscheiden die Stimmberechtigten in Rüti, ob die Ampel für das Grossprojekt Bandwies auf grün springt.

Drei Parteien, zwei Gestaltungspläne: Rüti entscheidet über den neuen Dorfkern

Bevorstehende Gemeindeversammlung

Die Migros, die UBS-Anlagestiftung und die Gemeinde sind bereit und wollen loslegen. Am 7. September entscheiden die Stimmberechtigten in Rüti, ob die Ampel für das Grossprojekt Bandwies auf Grün springt.

Am 7. September wartet auf Rüti eine, wenn nicht gar die wegweisendste Gemeindeversammlung der letzten Jahre. Im Zentrum des Geschehens wird das Grossprojekt Bandwies stehen, welches wiederum das Zentrum von Rüti für die nächste Dekade prägen wird. Und zwar in jederlei Hinsicht. Denn wer in Rüti lebt, arbeitet und einkauft, wird um die neuen Überbauungen nicht herumkommen.

Nach knapp einem Jahrzehnt der Planung, viel Kritik und mehreren Anläufen befinden sich die Vorbereitungen für das Projekt inzwischen in der finalen Phase. Die seit 1974 im Dorf präsente Migros, die Anlagestiftung der UBS sowie die Gemeinde sind guten Mutes, dass an der bevorstehenden Gemeindeversammlung mit der Annahme der beiden Gestaltungspläne, des städtebaulichen und des Baurechtsvertrags ein wesentlicher Schritt für die lang ersehnte Verwirklichung des Projekts getan werden kann. «Es ist eine gute Sache für Rüti, von der alle Beteiligten profitieren werden», so die Ansicht von Rütis Gemeinderat und Bauvorsteher Peter Weidinger (Die Mitte).

Der nächste Anlauf

2019 wurden an der Gemeindeversammlung der Gestaltungsplan Bandwies Süd, der Baurechtsvertrag und der Vertrag über den Mehrwertausgleich angenommen. Allerdings wurde entschieden, die so gewichtige Vorlage der gesamten Stimmbevölkerung an der Urne vorzulegen. Aus Sicht der Gemeinde kein erfreulicher Schritt, da die Bevölkerung die Vorlage im Februar 2020 ablehnte. Es wurde von einer «Verschandelung des Ortsbilds» gesprochen. Zudem befürchtete man zusätzliche Verkehrsprobleme. Auch im Mitwirkungsverfahren hat sich gezeigt, dass eine verkehrsarme Begegnungszone und ein grösserer Zentrumsplatz gewünscht sind. Beiden Wünschen sollen die neuen Pläne gerecht werden. Ob es nach der bevorstehenden Gemeindeversammlung vom 7. September doch nochmals zu einer Urnenabstimmung kommt, bleibt zumindest vorläufig ein mögliches Szenario.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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