Politik

Sinkende Schülerzahlen

Wie weiter mit dem Schulhaus Auslikon?

Schulklassen werden in Pfäffikon immer kleiner, sodass auch die Zukunft der Schulhäuser ungewiss ist. So auch beim Schulhaus Auslikon. Doch die Gemeinde will nicht allein bestimmen, auch die Bevölkerung soll mitdebattieren.

Wie weiter mit dem Schulhaus Auslikon?

Sinkende Schülerzahlen

Schulklassen werden in Pfäffikon immer kleiner, sodass auch die Zukunft der Schulhäuser ungewiss ist. So auch beim Schulhaus Auslikon. Doch die Gemeinde will nicht allein bestimmen, auch die Bevölkerung soll mitdebattieren.

Wie es mit der Schule Auslikon künftig aussehen wird, ist ungewiss, denn die Schülerzahlen sinken. Deswegen wird sich die Schulpflege mit möglichen Perspektiven des Schulstandorts beschäftigen, wie die Gemeinde mitteilt. Die Behörde sieht Handlungsbedarf, will jedoch über mögliche Perspektiven nicht allein entscheiden: Auch die Bevölkerung soll in die Debatte involviert werden.

Der Schülerrückgang beschäftige nicht nur Pfäffikon, sondern den gesamten Kanton. Vor allem im Kindergarten und in der Primarschule machen sich die tieferen Geburtenzahlen bemerkbar, was ebenfalls eine Debatte über die Finanzen bedeutet.

Dass es sich dabei um ein emotionales Thema handelt, zeigt ein aktueller Fall aus Hinwil. Dort hat die Schulpflege 2025 beschlossen, die Schule Unterbach zu schliessen. Die Schulpflege zweifelte an der Tragbarkeit der Sanierung des kleinen Schulhauses. Zwar gab es Widerstand aus der Bevölkerung, eine Beschwerde wurde bis vors Bundesgericht gezogen. Doch vergebens. Das Schulhaus wurde diesen Sommer geschlossen.

In Pfäffikon sei besonders die Schule Auslikon vom Schülerrückgang betroffen. Derzeit wird dort eine altersdurchmischte Klasse mit Kindern der ersten bis dritten Primarstufe geführt. Bislang konnten kleinere Klassen durch grössere Klassen an anderen Schulstandorten innerhalb der Gemeinde ausgeglichen werden. Mit den insgesamt sinkenden Geburtenzahlen werde dies jedoch zunehmend schwieriger, schreibt die Schulpflege.

Hinzu kämen kantonale Vorgaben: Kleine Klassen können nach Angaben der Schulpflege derzeit nur dank zusätzlicher Ressourcen des Kantons geführt werden. Ob diese Unterstützung langfristig bestehen bleibt, sei ebenso ungewiss. Das würde die Planung für die kommenden Jahre erschweren.

Wichtiger Bestandteil des Dorflebens

Die Herausforderung bestehe darin, die Bildungsqualität zu sichern und gleichzeitig personelle, räumliche und finanzielle Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen. Trotzdem will die Schulpflege die Debatte nicht nur aufgrund der Schülerzahlen führen. Denn das Schulhaus habe für Auslikon eine wichtige soziale Funktion: Neben kurzen Schulwegen und einer familiären Atmosphäre sei es ein zentraler Treffpunkt für Familien und ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens.

Bei den Überlegungen zur Weiterentwicklung des Standorts sollen deshalb mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören neben der Bildungsqualität auch die finanzielle Tragbarkeit, faire und stabile Arbeitsbedingungen für das Schulpersonal sowie die Bedeutung der Schule als Begegnungsort.

Für die Anwohnerinnen und Anwohner führt die Gemeinde Mitte September eine Dialog-Veranstaltung durch. Dabei will die Behörde über die Entwicklung der Schülerzahlen, die Folgen für die Klassenplanung und die kantonalen Rahmenbedingungen informieren. Gleichzeitig sollen Anliegen, Fragen und Ideen aus der Bevölkerung aufgenommen werden.

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