RPK Uster entschied über Jahresrechnung – ohne Prüfbericht zu kennen
«Die Sache ist ärgerlich»
Die Rechnungsprüfungskommission wusste von neuen Erkenntnissen zu den Rechnungen in der Stadtpolizei Uster – und entschied trotzdem über die Jahresrechnung, ohne den dazugehörigen BDO-Bericht gesehen zu haben.
Im Rahmen der Rechnungsaffäre wirft in Uster ein weiterer politischer Vorgang Fragen auf: Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) entschied über die Jahresrechnung, ohne einen massgebenden Bericht zum Geschäftsfeld Sicherheit gesehen zu haben.
Ausgerechnet der zusätzliche und entscheidende Prüfbericht zur Sachbereichsrevision vom 19. Mai – der das systematische Aufsplitten von Rechnungen bei der Stadtpolizei bis ins Jahr 2022 belegt – lag der RPK bei ihren Beratungen nicht vor. Die Kommission wusste von der zusätzlichen Prüfung und davon, dass deren Ergebnisse bald schriftlich vorliegen würden – so steht es zumindest im Protokoll der Kommission vom 11. Mai, das der Redaktion vorliegt.
Doch aus den vorliegenden Protokollen geht nicht hervor, dass in den folgenden sechs Wochen jemand den Bericht einforderte.

