Droht dem Ustermer Stadtrat weiteres Ungemach?
Nach Anzeige gegen Gemeinderat
Der Stadtrat von Uster steht wegen der Rechnungsaffäre in der Kritik. Nun wirft eine mögliche finanzielle Beteiligung an einer privaten Anzeige gegen einen Gemeinderat weitere Fragen auf.
Der Ustermer Stadtrat steht seit Tagen wegen der Affäre um aufgesplittete Rechnungen in der Abteilung Sicherheit in der Kritik. Der neueste Vorwurf: Der Gesamtstadtrat wusste schon vor den Wahlen im April von der Beteiligung der zuständigen Stadträtin Beatrice Caviezel, hielt die Vorkommnisse aber noch monatelang unter Verschluss. Caviezel wurde mit dem zweitbesten Resultat wiedergewählt.
Eine Anfrage von fünf Parlamentariern wirft nun neuen Fragen zum Umgang des Stadtrats mit öffentlichen Geldern auf, wie der «Tages-Anzeiger» zuerst berichtete. Die Gemeinderäte wollen wissen, ob sich der Stadtrat finanziell an einer Anzeige gegen BPU-Parlamentarier Paul Stopper beteiligt hat.
Denn der Leiter der Schulverwaltung hat die Anzeige als Privatperson eingereicht, wie die zuständige Stadträtin Patricia Bernet (SP) gegenüber dieser Redaktion Ende Mai sagte. Nun soll es aber Hinweise aus der Primarschule zur städtischen Kostenbeteiligung an der Strafanzeige geben, wie es in der Anfrage heisst.

