Politik

50-Millionen-Franken-Topf

Die stadträtliche Idee eines Wohnbaufonds wird aufgewärmt

Wenn alles glatt geht, können die Dübendorfer bald über eine nächste Wohnbau-Initiative entscheiden. Ein Komitee hat ein entsprechendes Begehren an den Stadtrat übergeben.

Die stadträtliche Idee eines Wohnbaufonds wird aufgewärmt

Wenn alles glattgeht, können die Dübendorfer bald über eine nächste Wohnbauinitiative entscheiden. Ein Komitee hat ein entsprechendes Begehren an den Stadtrat übergeben.

Am Montagnachmittag hat ein Komitee die Volksinitiative «für mehr bezahlbaren Wohn- und Gewerberaum in Dübendorf» an Stadtpräsident André Ingold (SVP) übergeben. Insgesamt hat die Gruppe aus den Reihen der SP nach eigenen Angaben seit Ende Januar rund 350 Unterschriften gesammelt. 300 sind mindestens nötig, damit in Dübendorf eine Volksinitiative zustande kommt.

Das Begehren fordert einen kommunalen Wohnbaufonds mit 50 Millionen Franken Startkapital. Damit soll es der Stadt ermöglicht werden, gezielt Land und Liegenschaften zu erwerben. Auch sollen damit Baugenossenschaften, gemeinnützige Aktiengesellschaften oder Stiftungen unterstützt werden, dauerhaft bezahlbaren Wohn- und Gewerberaum zu sichern.

In den wesentlichen Punkten das Gleiche hatte der Stadtrat an der Gemeinderatssitzung im Juni 2024 als Gegenvorschlag zur Wohnbauinitiative «Dübendorf für alle» vorgeschlagen. Doch das Parlament lehnte sowohl den Gegenvorschlag als auch die Initiative ab. Letztere erlitt dann auch im November 2024 Schiffbruch an der Urne: Die Bevölkerung versenkte die Wohnbauinitiative mit 59 Prozent Nein-Stimmen deutlich.

Das Komitee der aktuellen Initiative argumentiert, Sanierungen und Ersatzneubauten würden dazu führen, dass langjährige Mieter ihre Wohnungen verlören. Der Anteil der Genossenschaftswohnungen in Dübendorf sei zu tief, um diese Entwicklung zu bremsen.

Ein Wohnbaufonds würde der Stadt ein langfristiges Instrument geben, das nicht vom jährlichen Budget abhänge, heisst es weiter. So könnte sie rascher handeln, wenn sich auf dem Immobilienmarkt eine Gelegenheit ergibt.

Bevor die Initiative an die Urne kommt, muss der Dübendorfer Stadtrat nun erst einmal die Gültigkeit der eingereichten Unterschriften prüfen.

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