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Eine Sanierung allein genügt in der Schule Aesch in Maur nicht

Auf dem Schulareal Aesch der Gemeinde Maur soll mehr Platz geschaffen werden. Dafür erarbeitet die Gemeinde nun gleich zwei Bauprojekte.

Mehr Platz in der Schule Aesch in Maur: Jetzt beginnt die Detailplanung zweier Bauprojekte. (Archiv)

Fotos: Simon Grässle und Gemeinde Maur

Eine Sanierung allein genügt in der Schule Aesch in Maur nicht

Gemeindeversammlung

Auf dem Schulareal Aesch der Gemeinde Maur soll mehr Platz geschaffen werden. Dafür erarbeitet die Gemeinde nun gleich zwei Bauprojekte.

Die Schule Aesch in der Gemeinde Maur benötigt dringend mehr Platz, die bestehenden Räume für Betreuungsangebote wie den Mittagstisch und den Hort reichen nicht aus. Während vor zwei Jahren noch rund 20 Kinder betreut wurden, dürfte der Bedarf in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 70 ansteigen.

Zudem sind die Gebäude lediglich für drei Kindergartenklassen ausgelegt, eine vierte könnte nur mit erheblichen Abstrichen geführt werden. Und zu guter Letzt befindet sich die Bibliothek ausserhalb des Schulareals.

All diese Probleme wollen die Schulpflege und der Gemeinderat mit einem Ersatzneubau sowie einem Umbau eines Gebäudes lösen. Konkret betrifft dies den Trakt D und das «Alte Schulhaus». Es handelt sich hierbei um die ersten Bauprojekte, die im Rahmen des Gesamtentwicklungskonzepts der Gemeinde umgesetzt werden sollen. Im Konzept festgehalten ist ein konkreter Zeitplan, wann es welche Schulhäuser zu sanieren oder zu ersetzen gilt.

Am Montagabend haben die Verantwortlichen die Pläne für die Schule Aesch an der Gemeindeversammlung vorgestellt. Das Volk genehmigte letztlich einen Kredit in Höhe von 546’000 Franken, die Bauprojekte können somit in die Detailplanung übergehen.

Ein Ersatzneubau für den Trakt D

Im Trakt D sind derzeit eine Kindergartenklasse, ein Förderangebot sowie die Schulsozialarbeit untergebracht. Die Raumaufteilung des 67 Jahre alten Gebäudes ist allerdings suboptimal, da sie einst auf eine Hauswartwohnung ausgelegt war.

Man sieht das Schulareal Aesch in der Gemeinde Maur von oben.
Auf dem Schulareal Aesch soll das längliche Gebäude, das sich oberhalb des Pausenplatzes befindet, durch einen Neubau ersetzt werden. (Archiv)

Um den heutigen pädagogischen Bedürfnissen gerecht zu werden, soll das Gebäude deshalb durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt werden. Der Gemeinderat und die Schulpflege erachten diese Lösung als flexibel, nachhaltig und wirtschaftlich. Für den Neubau rechnet die Gemeinde mit Kosten von zirka 9,2 Millionen Franken.

Sollten sich die Prognosen für das Schülerwachstum während der Planung stark verändern, werden die Verantwortlichen den Neubau redimensionieren. Für den Fall der Fälle könnte auch zu einem späteren Zeitpunkt neben dem geplanten Gebäude ein Anbau realisiert werden.

Der Umbau des «Alten Schulhauses»

Gut 70 Meter vom Schulareal entfernt liegt ein denkmalgeschütztes Gebäude: das «Alte Schulhaus». 1871 als Primarschulhaus gebaut, später als Kindergarten genutzt, sind dort heute die Psychomotorik und die Psychotherapie untergebracht.

Ein mehrstöckiges, altes, denkmalgeschütztes Gebäude ist zu sehen. Oben im Bild ist zudem ein Ast eines Baums sichtbar.
Das denkmalgeschützte «Alte Schulhaus» in Aesch soll wieder Platz für den Kindergarten bieten. (Archiv)

Um die Wege zu verkürzen, sollen diese beiden Angebote in ein Gebäude auf dem Schulareal zügeln. Im «Alten Schulhaus» sollen dafür zwei Kindergartenklassen Platz finden. Das Gebäude ist heute aber weder bautechnisch noch betrieblich darauf ausgelegt. Damit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, soll südlich ein Anbau für sanitäre Anlagen entstehen. Das Erdgeschoss wird zudem mit einer Rampe barrierefrei, und das Treppenhaus wird für Garderoben und weitere Sanitäranlagen genutzt.

Die gesamte Sanierung wird die Gemeinde gemäss einer ersten Schätzung 1,2 Millionen Franken kosten. Sobald das Bauprojekt – wie auch jenes für den Neubau des Trakts D – fertig ausgearbeitet ist, wird die Bevölkerung über die Baukredite befinden.

Weitere Themen der Gemeindeversammlung

Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Maur wurde von der Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit genehmigt.

Der Gemeinderat legte auf eine schriftliche Anfrage hin die Anwaltskosten offen, die im Zusammenhang mit mehreren Rechtsstreiten mit der «Maurmer Zeitung» bisher entstanden sind. Die Summe beläuft sich auf rund 19’300 Franken.

Ausserdem führte der Gemeinderat im Rahmen einer schriftlichen Anfrage aus, welche sicherheitsrelevanten Aspekte bei der Standortwahl der neuen Info-Stele neben dem Gemeindehaus berücksichtigt wurden. (jgu)

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