Politik

Nach Ausstieg aus Fernwärme

Bubikon prüft lokales Biogasangebot

Neue Chance für Bubikon: Das bestehende Gasnetz soll mit Biogas ergänzt werden. An zwei Tagen kann sich die Bevölkerung informieren.

Der Gemeinderat prüft aktuell Fördermöglichkeiten für den Umstieg auf Biogas. (Symbolbild)

Foto: Seraina Boner

Bubikon prüft lokales Biogasangebot

Nach Ausstieg aus Fernwärme

Neue Chance für Bubikon: Das bestehende Gasnetz soll mit Biogas ergänzt werden. An zwei Tagen kann sich die Bevölkerung informieren.

Ab 2027 soll im Engelhölzli in Rapperswil-Jona, unmittelbar an der Grenze zu Bubikon, eine der grössten Biogasanlagen der Schweiz in Betrieb gehen. Im Vollausbau können aus rund 30’000 Tonnen organischen Abfällen etwa 15 GWh Biogas produziert und über das bestehende Gasnetz verteilt werden. Nach dem Aus des Fernwärmeanschlusses will die Gemeinde Bubikon diese einmalige Chance nutzen, wie es in einer aktuellen Mitteilung heisst.

Hausbesitzende am Gasnetz erhalten damit die Möglichkeit, mit einer lokal produzierten und erneuerbaren Energie klimaneutral zu heizen. Gleichzeitig reduziert die Gemeinde die Abhängigkeit vom Strom und reduziert ihre CO2-Emissionen.

Erneuerbar ab 80 Prozent Biogas

Aktuell werden Bubikon und Wolfhausen über das noch relativ neue und bestehende Netz der Gemeindewerke Rüti mit Gas versorgt. Der Gasverbrauch nimmt jedoch mittelfristig ab, da neue Heizungen mit erneuerbaren Quellen betrieben werden müssen.

Gas gilt dann als erneuerbar, wenn mindestens 80 Prozent Biogas beigemischt wird. Diese Bedingung konnte aufgrund des knappen Angebots an Biogas bisher kaum erfüllt werden beziehungsweise nur zu sehr hohen Kosten. Darum haben viele Hausbesitzer ihre Gasheizung durch eine strombetriebene Wärmepumpe, teilweise mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, ersetzt. Die neue Biogaslösung könnte die Wärmepumpen-Spitzenlastenzeiten und damit das Stromnetz entlasten und so die Versorgungssicherheit in Bubikon erhöhen.

Die Betriebskosten liegen zwischen 21 und 29 Rappen pro kWh. Investitionskosten entstehen nur, wenn der Gasbrenner ersetzt werden muss. Das Angebot ist auch interessant für Hausbesitzende, welche heute noch mit Öl oder Strom heizen. Bedingung ist allerdings, dass die Liegenschaft am bestehenden Gasnetz liegt und einfach erschlossen werden kann. Die Gemeinde Bubikon prüft aktuell Fördermöglichkeiten für den Umstieg auf Biogas.

Umfrage und Informationsveranstaltungen

Bevor die Lösung weiterverfolgt wird, werden die Hausbesitzer, welche sich in unmittelbarer Nähe zum Gasnetz befinden und noch fossil oder rein elektrisch heizen, befragt. Sie werden per Post eine Umfrage sowie detailliertere Informationen erhalten mit der Möglichkeit, vorerst unverbindlich Interesse zu bekunden.

Vorgängig wird das Biogasangebot an zwei Tagen vorgestellt: Einerseits am Samstag, 6. Juni, an der Gewerbeausstellung in Bubikon vor dem Gemeindehaus durch Vertreter von Gemeinde und Energie Zürichsee Linth AG. Andererseits findet am Dienstag, 16. Juni, im Geissbergsaal ab 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zu Energiefragen statt, an welcher ebenfalls ein mögliches Biogasangebot vorgestellt wird.

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