Die Westtangente bleibt in Pfäffikon eine Option
Nach kritischen Rückmeldungen
Der Gemeinderat Pfäffikon hat das Mobilitätskonzept verabschiedet. Neben der Westtangente bleibt auch die Unterführung Tunnelstrasse noch immer eine Möglichkeit.
Mit dem neuen Mobilitätskonzept legt der Gemeinderat Pfäffikon die verkehrspolitische Richtung bis 2040 fest, welche schrittweise umgesetzt werden soll. Ziel ist es, die Ortsdurchfahrt zu entlasten, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität im Zentrum zu verbessern. Ein Unterfangen, das die Gemeinde schon seit geraumer Zeit beschäftigt.
Nach der öffentlichen Mitwirkung Ende letzten Jahrs wurde das Konzept regelrecht zerstückelt. Zu den vom Gemeinderat erarbeiteten Massnahmen kamen 285 Rückmeldungen. Der Gemeinderat hat die Rückmeldungen nun bearbeitet und nimmt Stellung dazu.
Westtangente, Tunnelstrasse und Tempo 30
Intensiv diskutiert wurden beispielsweise die grösseren Infrastrukturprojekte wie die Westtangente oder die Unterführung Tunnelstrasse. Obwohl sie teilweise kritisiert wurden, gedenkt der Gemeinderat, diese als Optionen weiterzuverfolgen, allerdings zunächst nur im Rahmen von Vorstudien, wie er mitteilt. Diese sollen noch 2026 starten. Zu einem späteren Zeitpunkt will der Gemeinderat die Diskussion mit der Bevölkerung nochmals öffnen.
Auch die Temporeduktion auf Tempo 30 hat bei den Rückmeldungen stark polarisiert. Der Gemeinderat schreibt, dass er grundsätzlich überzeugt sei, dass auf Hauptverkehrsstrassen Tempo 50 gelten solle. Jedoch wird auf ausgewählten Abschnitten ausdrücklich die Einführung von Tempo 30 angestrebt. Dies aufgrund der engen Platzverhältnisse im Zentrum – und um die Sicherheit für Fuss- und Veloverkehr zu erhöhen. Die genaue Abgrenzung und die Beurteilung erfolgen im Rahmen eines Verkehrsgutachtens.
Ein weiteres Anliegen bei der Bevölkerung war die Sicherheit der Schulwege. Der Gemeinderat anerkennt, dass dem Thema eine besondere Bedeutung zukommt. Auch wenn bei der Erarbeitung des Mobilitätskonzepts die Schulen bereits beigezogen worden sind, sieht der Gemeinderat Bedarf, sich nochmals mit der Thematik zu befassen. Nach einer Überarbeitung wird er gegebenenfalls zusätzliche Massnahmen ergreifen.
Erste Projekte laufen an
Der Gemeinderat betont, dass noch keine konkreten Bauentscheide gefallen sind. Vielmehr gehe es aktuell darum, Grundlagen zu schaffen und verschiedene Varianten vertieft zu prüfen. Er kündigt ausserdem an, die Bevölkerung auch künftig regelmässig über den Stand der Arbeiten zu informieren. Eine erste grössere Zwischenbilanz ist für Ende 2027 oder Anfang 2028 vorgesehen.
