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Entscheid des Parlaments

Änderung bei Betreuungskosten: So entlastet Wetzikon Eltern

Wenn ein Kind in Wetzikon in die Schule kommt, wird Betreuung heute oft teurer. Das Parlament hat nun entschieden, diese Missstand zu beheben.

Wenn Kinder die schulergänzende Betreuung in Wetzikon besuchen, müssen Eltern künftig weniger Kosten selber tragen. (Symbolbild)

Foto: Talina Steinmetz

Änderung bei Betreuungskosten: So entlastet Wetzikon Eltern

Entscheid des Parlaments

Wenn ein Kind in Wetzikon in die Schule kommt, wird die Betreuung aktuell noch teurer. Das Parlament hat nun entschieden, diesen Missstand zu beheben.

Eltern in Wetzikon werden bei der Kinderbetreuung ungleich behandelt – je nachdem, ob ihr Kind noch im Vorschulalter ist oder bereits die Schule besucht.

Während die Stadt bei Vorschulkindern seit 2023 ein lineares Modell anwendet, das die Betreuungskosten kontinuierlich nach Einkommen abfedert, gilt für die schulergänzende Betreuung noch ein Stufensystem mit festen Rabatten. Das hat zur Folge, dass Familien beim Schuleintritt ihres Kinds trotz unverändertem Einkommen teils höhere Betreuungskosten tragen müssen.

Daran störte sich Parlamentsmitglied Jonathan Assenberg (SP). Mit einer Motion wollte er erreichen, dass auch für die schulergänzende Betreuung das gleiche Berechnungsmodell für die Subventionen eingeführt wird. «Das heutige System ist unlogisch, und Familien zahlen plötzlich mehr, wenn ihr Kind in die Schule kommt», führte der Motionär aus.

Er verwies auf Berechnungen der Schulpflege. So zahlt eine Familie mit einem Kind und einem steuerbaren Einkommen von 45’000 Franken für zwei Betreuungstage pro Woche heute wöchentlich Fr. 175.50 – mit dem neuen Modell wären es noch Fr. 133.58. Das entspräche einer Entlastung von gut 40 Franken pro Woche. Möglich wäre dies dank mehr Unterstützung durch die Stadt.

Kosten oder lohnende Investition?

Sein Vorstoss wurde im vergangenen September überwiesen. Am Montagabend beriet das Parlament über den Umsetzungsvorschlag der Schulpflege, die eine Anpassung der entsprechenden Verordnung vorsah.

Unterstützt wurde dies von der Mehrheit der zuständigen Fachkommission II. «Diese Lösung macht Sinn», betonte deren Präsident Christoph Wachter (SP). Die erwarteten Mehrkosten von rund einer Viertelmillion Franken seien moderat.

Anders sah dies eine Minderheit der Fachkommission – und das bürgerliche Lager des Parlaments. Sie wollten den Elternbeitrag im komplexen Berechnungsmodell erhöhen. «Die Kosten für die Stadt laufen damit weniger aus dem Ruder», erläuterte Zeno Schärer (SVP).

Stadtrat Jürg Schüler (FDP) gab dabei zu bedenken, dass dies aber auch Eltern von Kindern im Vorschulalter betreffen würde, die nun plötzlich wieder höhere Beiträge bezahlen müssten.

Fachkommissionspräsident Wachter warnte deshalb vor einem «unüberlegten Hüftschuss.» Es gehe vergessen, dass mehr Betreuungsverhältnisse generell zu höheren Familieneinkommen führten. Damit gebe es auch ein Return on Investment.

Dieser Meinung schloss sich die Mehrheit des Parlaments an. In der Schlussabstimmung wurde die Teilrevision der Verordnung mit 20 zu 15 Stimmen genehmigt. Die Motion ist damit abgeschrieben. Die neuen Regeln sollen auf das neue Schuljahr in Kraft treten. Ab dann können Eltern von tieferen Beiträgen profitieren.

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