Wald erreicht ein Plus von 0,9 Millionen Franken
Ticker Jahresrechnungen 2025
Verlust oder Gewinn? Wie haben die Gemeinden und Städte in der Region 2025 gewirtschaftet? Lesen Sie es in unserem Rechnungsticker.
15. April: Wald erreicht ein Plus von 0,9 Millionen Franken
Aus der Jahresrechnung der Politischen Gemeinde Wald resultiert für das vergangene Jahr ein Ertragsüberschuss in der Höhe von 0,94 Millionen Franken. Der Aufwand von 86,9 Millionen Franken steht dabei einem Ertrag von 87,8 Millionen gegenüber. Budgetiert war ein Überschuss von 0,298 Millionen Franken.
Der veranschlagte Totalaufwand wurde zwar um 3,3 Millionen Franken überschritten, der Totalertrag aber auch um 4 Millionen Franken übertroffen.
Hauptgrund für das gute Ergebnis ist der höhere Fiskalertrag, der 2,28 Millionen Franken über dem Budget lag. Dazu trugen insbesondere die Grundstückgewinnsteuern bei: Statt der budgetierten 3 Millionen Franken flossen 4,9 Millionen Franken in die Gemeindekasse.
Der gute Abschluss 2025 trägt laut der Mitteilung der Gemeinde zu einer höheren Eigenfinanzierung der sich in Ausführung befindlichen Investitionsprojekte bei. Die Jahresrechnung wird der Gemeindeversammlung vom 25. Juni zur Abnahme unterbreitet. (bes)
14. April: Wila erreicht ein Plus von 2 Millionen Franken
Insgesamt kann die Gemeinde Wila auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken. Die Jahresrechnung 2025 schliesst bei einem Aufwand von 14,2 Millionen Franken und einem Ertrag von 16,2 Millionen Franken ab. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 2 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen liegen derweil bei 2,24 Millionen Franken. Durch das Ergebnis erhöht sich der Bilanzüberschuss auf 17,7 Millionen Franken, wie die Gemeinde mitteilt.
Die positiven Abweichungen der Jahresrechnung zum Budget seien unter anderem auf die Neubewertung der Liegenschaften im Finanzvermögen von 1,25 Millionen Franken zurückzuführen. Doch selbst ohne diese Wertanpassung sei der budgetierte Aufwandüberschuss von 60'300 Franken um über 800'000 Franken deutlich übertroffen worden.
Im vergangenen Jahr wurden netto rund 2,2 Millionen Franken in die lokale Infrastruktur investiert. Schwerpunkte waren die Verwaltungsliegenschaften (Erarbeitung Vor- und Bauprojekt Sanierung Mehrzweckhaus Zentrum Batzhaus, Planung und Weiterentwicklung Werkhof Huebwies), die Sanierung der Püntstrasse und der Ottenhubstrasse sowie verschiedene Projekte der Wasserversorgung. Mit einem Anteil von 18 Prozent bleibe die Investitionstätigkeit auf einem hohen Niveau. (lda)
14. April: Zell verbucht ein Plus von 1,5 Millionen Franken
Finanziell schliesst die Gemeinde Zell das letzte Jahr besser ab als geplant. Die Einnahmen liegen bei rund 52,5 Millionen Franken, die Ausgaben bei rund 51 Millionen Franken. Das ergibt einen Gewinn von 1,5 Millionen Franken, wie aus dem Verhandlungsbericht des Gemeinderats zu entnehmen ist. Ursprünglich budgetiert war ein Plus von 456'000 Franken. Der Gewinn wird formal dem Bilanzüberschuss zugewiesen, der sich somit auf 33,4 Millionen Franken erhöht.
Insgesamt steigt das Eigenkapital der Gemeinde von 47,3 auf 50,4 Millionen Franken an. Dazu beigetragen haben neben dem Gewinn auch die Einlagen der Spezialfinanzierungen von 559'000 Franken sowie das Zurücklegen von einer Million Franken ins Sparkässeli – die finanzpolitische Reserve.
Die Gemeinde hat über das vergangene Jahr Kredite in Höhe von mehr als 2,8 Millionen Franken aufgenommen. Die Schulden steigen somit auf 18,6 Millionen Franken.
Im Jahr 2025 wurden im Verwaltungsvermögen netto 9,2 Millionen Franken investiert. Die Investitionen und die Abschreibungen lassen das Verwaltungsvermögen unter dem Strich auf 41,7 Millionen Franken anwachsen. Das Finanzvermögen reduzierte sich hingegen um 1,2 auf 27,3 Millionen Franken. Die Jahresrechnung wird der Gemeindeversammlung am 15. Juni zur Genehmigung vorgelegt. (jgu)
13. April: Hittnau schliesst mit deutlicherem Plus als geplant
Die Jahresrechnung 2025 der Politischen Gemeinde Hittnau schliesst mit einem Plus in Höhe von 1,7 Millionen Franken ab. Das Ergebnis resultiert aus einem Aufwand von rund 20,3 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 22 Millionen Franken und fällt damit deutlich über dem veranschlagten Plus im Budget 2025 von rund 100’000 Franken aus.
Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde Hittnau betrug im letzten Jahr 48 Prozent. Die positive Entwicklung im Vergleich zum Budget 2025 ist insbesondere auf die höheren Einnahmen bei der Grundstückgewinnsteuer und den Gemeindesteuern zurückzuführen. Zusätzlich fiel der Gebührenertrag im Bauwesen wegen Grossprojekten deutlich höher aus. Tiefere Lohnkosten in der Verwaltung, ein Rückgang der ambulanten Pflegefälle und tiefere Ausgaben für das Gestaltungskonzept der Oberdorfstrasse sowie ein generell sorgsamer Umgang mit den verfügbaren finanziellen Mitteln führten gesamthaft zu geringeren Kosten von fast 300’000 Franken.
Grössere Investitionen betrafen vor allem die Gewährung der zweiten Darlehenstranche von 950’000 Franken an die Genossenschaft Alterswohnen Luppmenpark (GAL), Ausgaben von 288’000 Franken für das erweiterte Vorprojekt zur Sanierung, Renovation und Umnutzung der Bestandesbauten im Luppmenareal sowie die Anschaffung eines Kommunalfahrzeugs und diverse Sanierungsarbeiten im Bereich Tiefbau. Die im Jahr 2025 getätigten Investitionen können vollständig durch das Jahresergebnis gedeckt werden, was sich positiv auf den aktuellen Selbstfinanzierungsgrad auswirkt, der bei 158 Prozent liegt (Vorjahr: 93 Prozent). (lcm)
10. April: Pfäffikon verzeichnet Gewinn von 3,8 Millionen Franken
Die Gemeinde Pfäffikon schliesst das Jahr 2025 mit einem Gewinn von 3,8 Millionen Franken ab – budgetiert war ursprünglich ein Defizit von rund 2 Millionen Franken. Bereits letztes Jahr verzeichnete Pfäffikon einen Gewinn von 2,8 Millionen Franken. Dem Gesamtaufwand von 94,2 Millionen Franken stehen Erträge von 97,9 Millionen Franken gegenüber.
Das Ergebnis wird jedoch auch durch verzögerte Investitionen beeinflusst. Statt der vorgesehenen Ausgaben wurden mit 10,5 Millionen Franken nur 58 Prozent des Budgets umgesetzt. So wurde etwa beim Oberstufenschulhaus Pfaffberg weniger investiert als geplant, und beim Kunstrasenplatz A konnten Mittel aufgrund fehlender kantonaler Bewilligungen noch nicht eingesetzt werden. Ein Teil des besseren Ergebnisses ist damit auf zeitliche Verschiebungen und nicht auf effektiv eingesparte Kosten zurückzuführen.
Zudem fallen die Steuererträge der direkten Steuern mit 2,4 Millionen Franken höher aus als angenommen, die Erträge der Grundstückgewinnsteuern liegen jedoch um eine Million Franken unter dem Budget. Der Bereich Liegenschaften schneidet um 0,4 Millionen Franken besser ab als budgetiert, was vor allem an tieferen Unterhalts- und Personalkosten liegt.
Der Bereich Soziales hat deutlich weniger Geld ausgegeben als erwartet – rund 1,8 Millionen Franken weniger. Das liegt vor allem daran, dass sich weniger Menschen neu angemeldet haben und die Fälle gezielt und effizient betreut wurden. Zudem konnten viele Personen schneller von anderen Leistungen profitieren, zum Beispiel von IV, Arbeitslosenversicherung oder Ergänzungsleistungen.
Positives Fazit bei den Finanzzielen
Die Gemeinde zeigt sich mit der Jahresrechnung 2025 zufrieden. Zwei der drei finanzpolitischen Ziele, die sich der Gemeinderat für die Legislatur 2022–2026 gesetzt habe, seien erreicht worden. Diese sind:
- Der mittelfristige Ausgleich über acht Jahre – hier resultiert ein Plus von 18,7 Millionen Franken.
- Das Nettovermögen pro Einwohner liegt mit 1035 Franken zwischen 0 und 2000 Franken.
Knapp verfehlt hat die Gemeinde ihr Ziel beim Setzen des Steuerfusses: Dieser ist mit 110 Prozent um einen Prozentpunkt höher als die in den finanzpolitischen Zielen festgelegte Obergrenze. Noch im vergangenen Dezember hatte die SVP eine Steuerfussreduktion von 2 Prozentpunkten gefordert. Damit hätte auch das dritte finanzpolitische Ziel erreicht werden können. (rem)
8. April: Seegräben verzeichnet einen grossen Gewinn
Ein Plus von knapp 1,1 Millionen Franken erwirtschaftete die Gemeinde Seegräben im letzten Jahr, wie aus dem aktuellen Gemeinderatsbericht hervorgeht. Das ist bei einem Aufwand von knapp 13,8 Millionen Franken und einem Ertrag von knapp 14,9 Millionen Franken ein grosser Gewinn für die kleine Gemeinde. Budgetiert war lediglich ein leicht positives Ergebnis mit einem Überschuss von 22’000 Franken.
Zum deutlich besseren Abschluss beigetragen hätten zusätzliche Einnahmen bei den Gemeinde- und den Grundstückgewinnsteuern, erklärt Gemeindeschreiber Marc Thalmann auf Anfrage. Der Hauptgrund sei, dass die Abrechnung für die 600’000 Franken teuren Tiefbau- und Kanalisationsarbeiten beim Projekt «Grossweid» noch nicht vorhanden gewesen sei.
Der Ertragsüberschuss werde dem Bilanzüberschuss zugewiesen. Dieser beträgt neu knapp 11,8 Millionen Franken. Über die Jahresrechnung befindet die Gemeindeversammlung am 30. Juni. (lel)
7. April: Uster schliesst 2025 mit positivem Ergebnis ab
Der Ustermer Finanzvorsteher Cla Famos (FDP) kann dem Parlament zum Abschluss seiner zwölfjährigen Amtszeit als Stadtrat eine positive Jahresrechnung vorlegen. Statt ein Minus erwirtschaftete die Stadt Uster im vergangenen Jahr ein Plus: 8,9 Millionen Franken betrug der Gewinn. Dies bei einem Ertrag von 345,8 Millionen und einem Aufwand von 336,9 Millionen Franken. Budgetiert war ein Defizit von 2,6 Millionen Franken.
Positiv ausgewirkt hätten sich vor allem höhere Steuerbeiträge sowie die Aufwertung der Beteiligung an der Spital Uster AG, heisst es in einer Mitteilung. 149 Millionen Franken an Steuern nahm die Stadt Uster im letzten Jahr ein, dazu zählen auch die Grundstückgewinnsteuern. Das sind 11 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.
Trotz einem Nachtragskredit wurden allerdings die Globalkredite der Stadt überzogen. Dies sei vor allem auf Mehrkosten bei der Pflegefinanzierung, höhere Abschreibungen sowie zusätzlichen Personalaufwand zurückzuführen. Insgesamt lag der Sachaufwand 3,2 Millionen Franken über dem Budget.
Schulden nahmen zu
Das Eigentkapital stieg um 9,8 Millionen Franken auf 355,9 Millionen Franken an. Allerdings stehen in den kommenden Jahren unter anderem mit dem Bau des Kultur- und Begegnungszentrums auf dem Zeughausareal sowie der Erweiterung der Ara Jungholz grössere Investitionen an. Dafür plant die Stadt, Fremdkapital aufzunehmen.
Die Nettoschuld stieg 2025 von 1,8 auf 6 Millionen Franken an. Die kurz- und langfristigen Schulden erhöhten sich ebenfalls um 5 Millionen Franken und kamen Ende Jahr auf 180 Millionen Franken zu liegen. Die Stadt rechnet damit, dass die Verschuldung in den kommenden Jahren weiter steigt.
Insgesamt blickt Cla Famos aber positiv auf das Jahr 2025 zurück. Die im vergangenen Jahr verabschiedete langfristige Investitionsplanung sei eine gute Grundlage für einen weiterhin soliden Finanzhaushalt. «Damit können die anstehenden Aufgaben und Investitionsprojekte für eine lebenswerte, attraktive, inklusive und nachhaltige Stadt in Angriff genommen werden», lässt sich der Finanzvorsteher zitieren.
Trotzdem blieben die Herausforderungen für Uster durch die aktuelle geopolitische und volkswirtschaftliche Lage hoch. Dazu würden beispielsweise die Zollandrohungen, der Fachkräftemangel sowie die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten zählen.
Die Parteien zeigen sich von links bis rechts erfreut bis sehr erfreut über das Ergebnis. Gleichzeitig schreibt die SVP von einer «nicht nachhaltigen Entwicklung», und sie warnt davor, dass die Ausgaben zu schnell steigen würden. Die SP wiederum spricht von einer «soliden Grundlage», allerdings seien zugunsten der positiven Rechnung «notwendige Investitionsvorhaben in die Zukunft verschoben worden». (lel)
2. April: Stadt Dübendorf erzielt Plus von fast 73 Millionen Franken
Die Stadt Dübendorf schliesst das Rechnungsjahr 2025 deutlich besser ab als erwartet: Statt ein budgetierter Aufwandüberschuss von 4,3 Millionen resultiert ein riesiges Plus von 72,7 Millionen Franken. Dies bei einem Aufwand von 233,5 Millionen und einem Ertrag von 306,2 Millionen Franken.
Zum Überschuss haben insbesondere die Steuern beigetragen. Ins Gewicht fallen die Grundstückgewinnsteuern mit plus 17,3 Millionen, höhere Steuern juristischer Personen von plus 10,9 Millionen sowie Mehreinnahmen bei natürlichen Personen von plus 9,8 Millionen Franken. Der Fiskalertrag fällt insgesamt um 38,3 Millionen Franken höher aus als budgetiert.
Dazu kommt ein Ertrag von zusätzlich 32,2 Millionen Franken aus der Neubewertung des Baurechts Hoffnig. Weitere Beiträge leisten höhere Entgelte von 3,4 Millionen, ein tieferer Personalaufwand von 1,1 Millionen und ein höherer Nettotransferertrag von 3,2 Millionen Franken.
Bei den Investitionen blieb die Stadt unter den Erwartungen: Von geplanten Nettoinvestitionen in Höhe von 38,5 Millionen Franken wurden lediglich 23,3 Millionen Franken realisiert, was einem Realisierungssatz von 61 Prozent entspricht.
Zu den grössten Positionen zählen Schulliegenschaften (10 Millionen Franken), Strassenunterhalt (6,7 Millionen Franken) sowie der Neubau des Hallenbads Oberdorf (4 Millionen Franken). Verzögerungen gab es unter anderem beim Hallenbad, bei Kanalsanierungen und bei Liegenschaften im Verwaltungsvermögen.
In der Bilanz schlägt sich der starke Abschluss deutlich nieder: Per Ende 2025 weist die Stadt ein Eigenkapital von 390,7 Millionen Franken aus. Das Nettovermögen steigt innert Jahresfrist von 90,3 auf 151,3 Millionen Franken. Pro Einwohnerin und Einwohner entspricht das 4564 Franken (Vorjahr: 2782 Franken). (dam)
2. April: Hinwil erreicht besseres Ergebnis als erwartet
Die Gemeinde Hinwil schliesst das Jahr 2025 mit einem Minus von rund 1,36 Millionen Franken ab – budgetiert war ursprünglich ein Defizit von gut 3,2 Millionen Franken. Damit fällt der Abschluss rund 1,8 Millionen Franken besser aus als erwartet.
Zum besseren Ergebnis beigetragen haben insbesondere höhere Steuererträge, wie aus einer Mitteilung der Gemeinde hervorgeht. Bei den allgemeinen Gemeindesteuern wurden rund 2,26 Millionen Franken mehr eingenommen als budgetiert, bei den Grundstückgewinnsteuern zusätzliche 206'000 Franken. Gleichzeitig lagen mehrere Aufwandposten unter den Erwartungen – etwa in den Bereichen Behörden und Verwaltung, öffentliche Ordnung und Sicherheit, Verkehr sowie Umweltschutz und Raumordnung.
Demgegenüber stehen deutliche Mehrausgaben in einzelnen Bereichen. Besonders ins Gewicht fallen die Kosten in der Gesundheit, die um rund 1,14 Millionen Franken höher ausfielen als geplant. Auch im Bereich der sozialen Sicherheit entstanden Mehrkosten von rund 554'000 Franken.
Bei Ausgaben von 9,77 Millionen Franken und Einnahmen von 5,96 Millionen Franken resultieren Nettoinvestitionen von 3,81 Millionen Franken – budgetiert waren über 14,1 Millionen Franken.
Zu den grösseren Projekten zählen unter anderem die Sanierungsarbeiten an der Walderstrasse und die Umwandlung der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland in eine öffentlich-rechtliche AG. Der Kanton Zürich hat zudem den gesprochenen Beitrag über 3,1 Millionen Franken an den Neubau der Sportanlage Hüssenbüel überwiesen.
Im Finanzvermögen wurden zusätzlich 202'000 Franken in Unterhalts- und Sanierungsarbeiten investiert, unter anderem in den Gasthof Hirschen.
Trotz dem insgesamt besseren Ergebnis erreiche man nicht alle finanzpolitischen Ziele. Der Cashflow aus dem Steuerhaushalt liegt mit 1,27 Millionen Franken unter dem angestrebten Mindestwert von 2,5 Millionen Franken. Das Eigenkapital beträgt neu rund 50,2 Millionen Franken und liegt damit weiterhin über der definierten Zielbandbreite. Die Nettoschuld pro Einwohnerin und Einwohner beläuft sich auf 969 Franken und bleibt damit deutlich unter dem festgelegten Höchstwert von 1500 Franken.
Die Gemeinde ist so weit zufrieden mit der Rechnung, betont jedoch: «Das verfehlte Cashflow-Ziel und die strukturell steigenden Kosten in Bereichen wie Gesundheit und Soziales mahnen zu einer sorgfältigen Priorisierung der Mittel.» Die Jahresrechnung wird der Gemeindeversammlung am 10. Juni vorgelegt. (tas)
1. April: Egg schliesst über 3 Millionen besser ab als erwartet
Die Gemeinde Egg schliesst das Jahr 2025 mit einem Ertragsüberschuss von rund 2,7 Millionen Franken ab – budgetiert war ursprünglich ein Defizit von 490'000 Franken. Somit schliesst die Gemeinde über 3 Millionen Franken besser ab als erwartet.
Zurückzuführen sei dieser deutlich bessere Abschluss auf höhere Steuererträge bei den Einkommenssteuern sowie höhere Grundstückgewinnsteuern. Gerade Letztere sind jeweils grossen Schwankungen unterworfen. «Die Entwicklung der Steuererträge stimmt für die Zukunft zuversichtlich. Gleichzeitig ist das hohe Niveau der Grundstückgewinnsteuererträge ein Risiko, dessen wir uns bewusst sein müssen», lässt sich Finanzvorstand Oliver Künzler (FDP) zitieren.
Der ordentliche Nettosteuerertrag fiel um 3,5 Millionen Franken besser aus als budgetiert, der Grundstückgewinnsteuerertrag um fast 2,1 Millionen Franken.
Doch die Gemeinde hat nicht nur Grund zur Zuversicht. Grösste Sorge sei derzeit der «ungebremste Kostenanstieg bei der Pflegefinanzierung». So liegen die Alters- und Pflegeheimkosten insgesamt 1,1 Millionen Franken höher als geplant. Das liege daran, dass die Anzahl Bezüger, wie bereits in den Vorjahren, angestiegen sei, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde.
Rund eine halbe Million Franken schlechter als angenommen schneidet der Bereich Bildung ab. Besonders ins Gewicht fällt dabei die Instandhaltung der Schulanlage, wo zuletzt Vandalismus für Mehrausgaben sorgte.
In der Investitionsrechnung im Finanz- und Verwaltungsvermögen wurden letztes Jahr 8,6 Millionen Franken ausgegeben. Somit wurden 1,4 Millionen Franken weniger investiert als budgetiert. Trotzdem mahnt Künzler zur Zurückhaltung: «Das Ausgabenwachstum muss dringend gebremst werden, damit die künftigen Investitionen nachhaltig finanziert werden können.» (rem)
31. März: Wetzikon erzielt Ertragsüberschuss von 19,3 Millionen Franken
Die Jahresrechnung 2025 der Stadt Wetzikon weist einen rekordhohen Ertragsüberschuss von 19,3 Millionen Franken auf, was im Vergleich zum Budget einer Verbesserung um 6,8 Millionen Franken entspricht. Im Ergebnis inbegriffen ist die Rückerstattung des Kantons für die durch die Stadt geleisteten Versorgertaxen für Aufenthalte in Kinder- und Jugendheimen in Höhe von 9,4 Millionen Franken.
Gegenüber dem Budget hätten vor allem die Gemeindesteuern (plus 12,4 Millionen Franken), die Grundstückgewinnsteuern (plus 4,3 Millionen Franken), ein Sachaufwand im Steuerhaushalt (minus 1,4 Millionen Franken) sowie der niedrigere Personalaufwand im Steuerhaushalt (minus 800’000 Franken) zum guten Ergebnis beigetragen.
Doch da gibt es auch Verschlechterungen gegenüber dem Budget, die da wären: einen um 7,4 Millionen Franken tieferen Ressourcenausgleich wegen der gestiegenen Steuerkraft, die Pflegefinanzierung ambulant mit plus 1,6 Millionen Franken, die Wertberichtigung der Beteiligung an der Fernwärme Wetzikon AG von 1,6 Millionen Franken, das Asylwesen mit plus 1,5 Millionen Franken sowie die Kosten für Sonderschulungen von plus 1,1 Millionen Franken.
Dafür hat die Stadt eine hohe Realisierungsquote von 80 Prozent hinsichtlich der Investitionen erreicht. Die Rekordnettoausgaben aus dem Verwaltungsvermögen betrugen 61,6 Millionen Franken – budgetiert waren 77,4 Millionen Franken.
Unter den getätigten Investitionen waren unter anderem die Beteiligung an der Fernwärme Wetzikon AG mit 13,1 Millionen Franken, der Ausbau der Abwasserreinigungsanlage Flos mit 6,7 Millionen Franken, die Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlage Walenbach mit 6,3 Millionen Franken, der Neubau des Feuerwehrgebäudes mit 5,2 Millionen Franken oder die Gesamtsanierung des Friedhofs mit 4,7 Millionen Franken. (lda)
Fischenthal schreibt Gewinn statt schwarze Null
Die Rechnung 2025 der Gemeinde Fischenthal schliesst – neben der Einlage in die Vorfinanzierung der Schulraumplanung – mit einem Ertragsüberschuss von rund 386'000 Franken ab. Das schreibt der Gemeinderat in seinem Newsletter. Gegenüber dem Budget 2025 entspricht dies einer Verbesserung um denselben Betrag. Der Aufwand von 25,3 Millionen Franken steht dabei einem Ertrag von 25,7 Millionen Franken gegenüber.
Investiert hat Fischenthal aber lediglich 936'000 Franken – vorgesehen im Budget waren rund 4,6 Millionen. Das Eigenkapital ist durch den Ertragsüberschuss auf 22,3 Millionen Franken angestiegen.
Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich laut dem Newsletter trotz Rückzahlung eines Kredits von einer Million Franken um 955'000 Franken erhöht. (bes)
30. März: Fehraltorf verbucht Ertragsüberschuss von 3,5 Millionen
Die Gemeinde Fehraltorf weist für das Rechnungsjahr 2025 einen Ertrag von 62,84 Millionen Franken aus. Daraus resultiert ein Ertragsüberschuss von 3,5 Millionen Franken. «Es wurde keine Einlage in die finanzpolitische Reserve getätigt, da diese nicht budgetiert war», schreibt die Verwaltung. Der Gemeinderat sei im letzten Herbst noch von einem Ertragsüberschuss von 3,82 Millionen Franken ausgegangen.
Der Steuerertrag lag über alle Bereiche gerechnet 16,73 Prozent über dem Budget. Der gesamte Steuerertrag inklusive Grundstückgewinnsteuern betrug 32,22 Millionen Franken. Im Schulbereich resultierte ein Mehraufwand von 347'547 Franken und im Gesellschaftsbereich ein Minderaufwand von 457'841 Franken.
Wenn der ausserordentliche Ertrag der Versorgertaxen von 940'723 Franken nicht berücksichtigt wird, resultiert im Gesellschaftsbereich jedoch ein Mehraufwand von 482'882 Franken. Auch beim Gesundheitsbereich schliesst die Rechnung mit einem Mehraufwand von 786'031 Franken ab.
Der Gemeinderat befürchtet, dass sich diese gesetzlich gebundenen Ausgaben in den kommenden Jahren weiter erhöhen werden. Das Jahr 2025 sei für den Gemeindehaushalt eine gewisse «Verschnaufpause» gewesen.
In den vergangenen Jahren sei schon viel in Neubauten auf der Schulanlage Heiget investiert worden. In nächster Zeit stehen jedoch grössere umfassende Sanierungen bei den älteren Schulhäusern an. Diese Ausgaben würden die Schulden erneut steigen lassen. Der Schuldenstand per 31. Dezember 2025 betrug 30 Millionen Franken (Vorjahr 33 Millionen). (lda)
30. März: Mönchaltorf schliesst mit fast einer Million im Plus ab
Für die Gemeinde selbst ist das eine erfreuliche Nachricht: Mönchaltorf verzeichnet in der Jahresrechnung ein Plus von 924’400 Franken, wobei die Gemeinde im Vorfeld von einem Aufwandüberschuss von 326’000 Franken ausging. Das Ergebnis sei somit um 1,25 Millionen Franken besser als budgetiert, teilt die Gemeinde mit.
Der Aufwand belief sich auf 35,68 Millionen Franken, während der Ertrag bei 36,61 Millionen Franken lag. Für das bessere Ergebnis seien vordergründig die höheren Steuereinnahmen verantwortlich. Sowohl bei den allgemeinen Gemeindesteuern als auch bei den Grundstückgewinnsteuern liegen die Erträge über dem Budget.
Da die kommunale Steuerkraft stärker gestiegen sei als die kantonale, falle der Ressourcenzuschuss etwas tiefer aus. Auf der Aufwandseite haben die Ausgaben für die Bildung und im Sozialbereich (Asylwesen und Ergänzungsleistungen) deutlich zugenommen.
In der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens betragen die Ausgaben 5,69 Millionen Franken – die Einnahmen 373'678 Franken. Daraus resultieren Nettoinvestitionen in Höhe von 5,32 Millionen Franken. Budgetiert waren Nettoinvestitionen von rund 3,3 Millionen Franken.
Die Abweichungen der Nettoinvestitionen vom Budget stammen vorwiegend vom Projekt «Asylunterkunft», welches im Jahr 2024 begonnen hat, jedoch erst im Jahr 2025 fertig erstellt und abgerechnet worden ist. (lda)
30. März: Der hohe Ertragsüberschuss in Maur ist etwas trügerisch
Es ist eine beeindruckende Zahl: Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Maur schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 14,17 Millionen Franken. Allerdings entfallen davon 14,14 Millionen Franken auf Wertanpassungen von Liegenschaften sowie die Einzonung eines Gemeindegrundstücks im Rahmen der neuen Bau- und Zonenordnung (BZO). Somit liegt der «tatsächliche» Überschuss bei 30’000 Franken.
Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 3,55 Millionen Franken, die Verbesserung liegt bei 3,58 Millionen Franken. Total beliefen sich die Aufwendungen auf 86,33 Millionen. Diesen stehen Erträge von 100,5 Millionen Franken gegenüber.
In der Investitionsrechnung resultieren Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von 7,51 Millionen Franken. Gemessen an der Selbstfinanzierung von 23,21 Millionen ergibt sich ein Selbstfinanzierungsgrad von 309 Prozent. Aussagekräftiger ist der Bezug zum Cashflow von 9,08 Millionen Franken, der einen Selbstfinanzierungsgrad von 121 Prozent ergibt. (lda)
26. März: Turbenthal schliesst besser ab als geplant
Die Jahresrechnung 2025 fällt für die Gemeinde Turbenthal mit einem Defizit von 193’000 Franken deutlich besser aus als die budgetierten minus 532’000 Franken. Hauptgründe sind Mehreinnahmen bei den Steuern (+1,0 Millionen Franken) sowie eine Rückerstattung des Kantons von 1,1 Millionen Franken.
Gleichzeitig wird das Ergebnis durch stark gestiegene Ausgaben relativiert: Insbesondere die Kosten für die Pflegefinanzierung (+1,1 Millionen Franken) und den Sozialbereich (+830’000 Franken) belasten die Rechnung erheblich. Zusätzliche Aufwände entstanden durch teure Springereinsätze in der Verwaltung (+430’000 Franken).
Die Investitionen bewegen sich mit rund 5,4 Millionen Franken im Rahmen des Budgets. Insgesamt deutet sich laut der Gemeinde nach Jahren mit Überschüssen eine Phase mit steigenden finanziellen Herausforderungen an, insbesondere aufgrund der weiterwachsenden Pflegekosten. (eve)
24. März: Jahresrechnung Rüti schliesst trotz Minus besser ab als erwartet
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Rüti schliesst bei einem Aufwand von rund 165 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 164 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 1,3 Millionen Franken ab. Damit fällt das Ergebnis rund 2,4 Millionen Franken besser aus als im Budget vorgesehen.
Zum verbesserten Ergebnis trugen insbesondere höhere Steuereinnahmen bei. Die Gemeindesteuern entwickelten sich günstiger als erwartet. Auch die Grundstückgewinnsteuern blieben weiterhin auf einem hohen Niveau.
Der Gesamtertrag lag rund 5 Prozent über dem Budget, während der Gesamtaufwand etwa 3 Prozent höher ausfiel als erwartet. Auf der Aufwandseite wirkten sich insbesondere steigende Kosten in der Pflegefinanzierung, bei den kantonal besoldeten Lehrpersonen sowie bei den auswärtigen Sonderschulungen aus. Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt rund 14,9 Millionen Franken. (lcm)
16. März: Illnau-Effretikon präsentiert Überschuss von 3,6 Millionen Franken
Statt mit dem budgetierten Defizit schliesst die Jahresrechnung von Illnau-Effretikon mit einem Ertragsüberschuss von 3,6 Millionen Franken ab. Ein Grossteil davon stammt aus einer Entnahme von 2,7 Millionen Franken aus der finanzpolitischen Reserve. Einen ausführlichen Beitrag über die Jahresrechnung von Illnau-Effretikon finden Sie hier. (mgp)
14. März: Schule Hinwil mit positivem Ergebnis
Die Schulgemeinde Hinwil schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Plus von 250’000 Franken ab. Dies bei einem Aufwand von 35,61 Millionen und einem Ertrag von 35,87 Millionen Franken. Das Ergebnis fällt um 2,4 Millionen Franken besser aus als budgetiert.
Hauptgrund sind deutlich höhere Steuererträge aus früheren Jahren, insbesondere bei Einkommens-, Vermögens- und Quellensteuern natürlicher Personen. Der betriebliche Aufwand stieg gegenüber dem Budget leicht, lag aber praktisch auf dem Niveau von 2024; Personal- und Transferkosten machen rund 83 Prozent aus.
Die Bilanzsumme beträgt 35,95 Millionen Franken, das Eigenkapital steigt auf 10,36 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 290’000 Franken und blieben deutlich unter dem Budget (980’000 Franken). Die Gemeindeversammlung entscheidet am 10. Juni über die Jahresrechnung. (dam)
13. März: Volketswiler Rechnung mit Millionenplus
Die Gemeinde Volketswil schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem deutlich besseren Ergebnis als budgetiert ab. Statt der erwarteten rund 3 Millionen Franken resultiert ein Plus von rund 7,8 Millionen Franken, also knapp 4,8 Millionen Franken mehr als gerechnet.
Haupttreiber sind höhere Steuererträge: Besonders die Grundstückgewinnsteuern (9,1 Millionen Franken) übertrafen das Budget um 2,1 Millionen Franken. Insgesamt lagen die Steuern 2,8 Millionen Franken über den Erwartungen.
Zudem profitierte die Gemeinde von einem höheren Finanzausgleich (plus 800’000 Franken) sowie vom Verkauf des Kabelnetzes, der inklusive Reserveauflösung einen Gewinn von knapp 8 Millionen Franken brachte.
Demgegenüber stiegen die Kosten in der Pflegefinanzierung markant um 2,4 Millionen Franken, vor allem bei externen Spitex-Leistungen. Dank tieferem Personalaufwand und geringeren Verwaltungsausgaben fällt das Jahresergebnis dennoch deutlich positiv aus. Die Rechnung wird der Gemeindeversammlung am 12. Juni vorgelegt. (dam)