Trotz bürgerlichen Einwänden goutiert Pfäffikon sein Budget und den Steuerfuss
Die SVP wollte sparen und sogar das Budget zurückweisen. Die Stimmbürger sagten jedoch Nein dazu.
Die SVP sah rot, als der Gemeinderat am Montagabend an der Pfäffiker Gemeindeversammlung das Budget vorstellte. Auf Gesamteinnahmen von knapp 95,8 Millionen Franken folgen rund 97,6 Millionen Franken Ausgaben, was ein Minus von 1,86 Millionen Franken bedeutet. Für Investitionen – die grössten Posten drehen sich um Schulhäuser – hat der Gemeinderat 12 Millionen Franken budgetiert.
Daraufhin läuteten bei der SVP die Alarmglocken. «Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem», sagte Marco Enderli (SVP).
Ganz so eng sah es die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) nicht. Das Budget sei zwar nicht viel besser als im Vorjahr, bemerkte deren Präsident Daniel Sigrist (EVP). Jedoch werde die Gemeinde in den kommenden Jahren Gewinne erzielen, was erfreue. Ausserdem sei die Investitionsplanung gestrafft und somit verbessert worden.
«Trotzdem hat der Gemeinderat seine finanzpolitischen Ziele nicht erreicht, weswegen diese überarbeitet werden müssen», sagte Sigrist und bezog sich auf zwei von drei Zielen, die verfehlt wurden. Zum einen, weil der Steuerfuss nicht gesenkt werden kann, zum anderen, weil sich das Nettovermögen pro Kopf im Negativbereich befindet.

