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Zwei Konzepte

Stadtrat legt die Leitlinien für die Entwicklung von Wetzikon fest

Wetzikon plant seine Zukunft: Der Stadtrat beschliesst Entwicklungs- und Verkehrskonzepte. Sie zeigen, wie Stadt, Freiräume und Mobilität bis 2050 aussehen sollen sollen.

Der Wetziker Stadtregierung ist die Entlastung von Oberwetzikon wichtig für die weitere Entwicklung der Stadt.

Foto: Simon Grässle

Stadtrat legt die Leitlinien für die Entwicklung von Wetzikon fest

Zwei Konzepte

Wetzikon plant seine Zukunft: Der Stadtrat beschliesst ein Entwicklungs- und ein Verkehrskonzept. Sie zeigen, wie Stadt, Freiräume und Mobilität bis 2050 aussehen sollen.

Seit 2024 arbeitet Wetzikon an der Revision der Ortsplanung. Der Stadtrat hat jetzt das Räumliche Entwicklungskonzept und das Gesamtverkehrskonzept verabschiedet, wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht.

Damit legt er den Grundstein für die weiteren Planungsschritte, denn die beiden Konzepte bilden die strategische Basis für die Weiterentwicklung von Siedlung, Freiraum und Mobilität in Wetzikon für die nächsten 25 Jahre.

Das Räumliche Entwicklungskonzept

Das Räumliche Entwicklungskonzept (REK) legt fest, wie sich Wetzikon bis 2050 entwickeln soll. Wichtiger Bestandteil davon sind acht Leitideen. Dazu gehören unter anderem: Wetzikon fördert kurze Wege, entwickelt sich an zentralen Lagen weiter, schafft neue Freiräume und Begegnungsorte, stärkt den Wirtschaftsstandort und gestaltet die Mobilität siedlungsverträglich.

Das sogenannte Zielbild 2050 bildet den Kern des REK. Es teilt die Stadt in zwei Bereiche: die urbanen Zentren Ober- und Unterwetzikon mit wichtigen Funktionen für die ganze Stadt und die Region sowie die Quartierzentren Robenhausen und Kempten. Letztere sollen sich zu Versorgungsorten und Treffpunkten für die Bevölkerung entwickeln.

13 Schlüsselmassnahmen

Dichtes Bauen mit Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen ist vor allem in den gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Gebieten rund um den Bahnhof Kempten sowie in Ober- und Unterwetzikon vorgesehen. Die bestehenden Wohnquartiere mit viel Grün sollen sich dagegen nur behutsam weiterentwickeln.

Vorgesehen sind zudem neue Parkanlagen, die der wachsenden Bevölkerung Raum für Erholung, Begegnung und Spiel bieten. Bäche und Gewässer sollen das Siedlungsgebiet zusätzlich strukturieren. Im Bereich Mobilität setzt das Konzept auf ein dichtes Netz von Fuss- und Veloverbindungen sowie auf das sogenannte Gelbe Band, ein Velonetz abseits der Hauptverkehrsachsen. Zudem sollen Strassen beruhigt und das Zentrum von Oberwetzikon vom Autoverkehr entlastet werden.

Man sieht eine Karte von Wetzikon.
Das «Gelbe Band» in Wetzikon soll die Situation für Velofahrende verbessern.

Um die Ziele zu erreichen, gibt es 13 Schlüsselmassnahmen. Dazu gehören neben den bereits genannten Punkten beispielsweise eine Verbesserung des Busangebots oder die Aufwertung und Revitalisierung kommunaler Gewässerabschnitte.

Das Gesamtverkehrskonzept

Das Gesamtverkehrskonzept (GVK) baut auf der Mobilitätsstrategie auf, die der Stadtrat bereits 2025 verabschiedet hat. Es zeigt auf, wie diese Strategie konkret umgesetzt werden soll und wie Fuss-, Velo-, öffentlicher sowie motorisierter Verkehr künftig besser aufeinander abgestimmt werden sollen.

Eine gut funktionierende Mobilität ist gemäss Stadtrat wichtig für die Wirtschaft und die Lebensqualität in Wetzikon. Deshalb verfolgt das GVK zwei Hauptziele: Das Zentrum von Oberwetzikon soll belebt und vom Autoverkehr entlastet werden. Und auch die stark belastete Usterstrasse soll weniger Verkehr aufnehmen müssen.

Auf dem Foto sieht man eine grosse Zahl 30 auf der Strasse, die die Tempo-30-Zone signalisiert.
Auch Tempo 30 auf der Usterstrasse aus Lärmschutzgründen brachte keine Verkehrsentlastung – bis jetzt.

Diese Ziele ergänzen frühere Entscheide, den Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr zu stärken und beim geplanten Autobahnlückenschluss auf einen zusätzlichen Anschluss in Wetzikon zu verzichten.

Um den Autoverkehr langfristig aus dem Zentrum von Oberwetzikon herauszuhalten, soll er auf andere Strassen verlagert und dort gebündelt werden. Dies wertet das Zentrum auf. Gleichzeitig geht es um eine Förderung des Fuss- und Veloverkehrs.

Attraktive Wege, sichere Infrastrukturen und ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr sollen dazu beitragen, die Strassen zu entlasten und den Mobilitätswandel voranzubringen. Das Gesamtverkehrskonzept umfasst zwölf Handlungsfelder mit konkreten Massnahmen und Empfehlungen, beispielsweise die Fusswegnetzplanung oder die Unterstützung des Mobilitätswandels.

Diese sollen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden, zusammen mit den Schlüsselmassnahmen aus dem Regionalen Entwicklungskonzept.

So geht es nun weiter

Mit der Verabschiedung des Räumlichen Entwicklungskonzepts und des Gesamtverkehrskonzepts ist die erste Phase der Ortsplanungsrevision abgeschlossen.

Die beiden Konzepte bilden dabei eine wichtige Grundlage für den nächsten Schritt: die Überarbeitung der städtischen Richt- und Nutzungsplanung. Dazu gehört nicht nur der kommunale Richtplan, sondern auch die Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung. Dieser Prozess soll im Mai 2026 beginnen.

Wie lange er dauert, bleibt auf der Website der Stadt offen. Klar ist aber, dass das Parlament über den kommunalen Richtplan und die Bau- und Zonenordnung entscheiden wird. Ein Referendum, wie es im letzten Jahr in Uster ergriffen wurde, ist ebenfalls möglich.

Die Berichte zum REK und zum GVK sind ab sofort auf der Website der Stadt Wetzikon unter www.wetzikon.ch/ortsplanungsrevision abrufbar. Zudem erscheint nach den Frühlingsferien eine Kurzfassung des REK in Form einer Faltkarte, die an alle Haushalte verteilt wird.

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