Dürnten hat die Kezo-Fernwärme noch nicht ganz abgeschrieben
Nachdem Rüti das Fernwärme-Projekt kürzlich für beerdigt erklärte, äussert sich nun auch der Gemeinderat Dürnten. Er will die Situation nochmals prüfen.
Nachdem die Gemeinde Rüti und die Kezo am Freitag nach Gesprächen das definitive Ende des Fernwärme-Projekts «Ast Süd» verkündeten, meldet sich nun auch die Gemeinde Dürnten zu Wort.
Das Projekt sah vor, den Ortsteil Tann von Rüti her mit Kezo-Fernwärme zu versorgen. Deshalb war man laut des zuständigen Gemeinderats Roman Braun (parteilos) ohnehin von den Abklärungen und Entscheiden in Rüti abhängig. Wie er auf Anfrage bestätigt, tauschten sich Dürnten und Rüti eng aus. Bei den jüngsten Gesprächen zwischen Kezo, Rüti und Rapperswil war Dürnten nicht dabei, wurde aber informiert.
Laut Braun wusste man auch bereits, in welche Richtung es mit dem Projekt geht. Weil es zu diesem Zeitpunkt aber noch keinen Gemeinderatsbeschluss gab, «wollten und konnten wir keine einseitige Entscheidung treffen».

Weiter sagt Braun: «Ein Alleingang der Gemeinde Dürnten wäre nach dem Entscheid von Rüti theoretisch denkbar, stünde jedoch vor massiven finanziellen Hürden.» Zudem betont er, dass der Fahrplan des Kezo-Projekts für «erheblichen Zeitdruck» sorgt und kaum Spielraum für Verzögerungen lässt. Ohne die Anbindung über das Rütner Netz sei die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit für Dürnten aktuell kaum gegeben.
Lokale Alternativen prüfen
«Daher ist es wahrscheinlich, dass dies das endgültige Aus für das Projekt bedeutet», sagt Braun. Trotzdem will die Gemeinde die Situation nochmals intern prüfen, um eine abschliessende Entscheidung zu fällen. Weiter will Dürnten – ähnlich, wie es Rüti mit dem Wärmeverbund Zentrum und dem Holzwärmeverbund bei der Sekundarschule macht – kleinere Energie- und Wärmeverbünde als tragfähige Alternative prüfen.
«Das Ziel dabei wäre es, die gemeindeeigenen Liegenschaften und gegebenenfalls auch private Anschlüsse nachhaltig mit Wärme und Energie zu versorgen», sagt Braun. Anders als bei grossflächigen Projekten seien bei lokalen Konzepten die wirtschaftlichen Hürden weniger hoch.
