Greifensee erhöht Steuerfuss, Firmensteuern brechen ein
An den Finanzen gedreht
Der Steuerfuss wird neu auf 85 Prozent festgesetzt. Dies wegen der Investitionen für den Schulraum und weil Unternehmen neu weniger Steuern zahlen.
Weniger Geld, mehr Kosten – und viele offene Fragen: An der Gemeindeversammlung in Greifensee prallten Sparappelle, Zukunftssorgen und humorvolle Bemerkungen aufeinander. Klar wurde vor allem eines: Die Gemeinde muss bei Investitionen genauer hinschauen, ohne dabei ihre eigene Entwicklung auszubremsen.
Greifensee dreht deshalb an der Steuerschraube. Diese Massnahme hat sich im letzten Jahr schon angebahnt. Die Abstimmung vom Mittwochabend zeigte klare Ergebnisse: Der Souverän hat den Steuerfuss für 2026 auf 85 Prozent angehoben. Der Entscheid fiel mit 84 Ja- zu 50 Nein-Stimmen. Es gab zwei Enthaltungen.
Damit steigt der Gesamtsteuerfuss für die Bevölkerung von Greifensee, zusammen mit der Oberstufenschulgemeinde, ab 2026 auf insgesamt 101 Prozent. Für Haushalte mit mittlerem Einkommen bedeutet die Erhöhung Mehrkosten von rund 130 Franken pro Jahr.

