Greifensee macht Ernst und will den Steuerfuss um 5 Prozentpunkte erhöhen
Neben den alljährlichen Mehrkosten in der Bildung und im Gesundheitssektor machen auch andere Investitionen Greifensee zu schaffen. Darum reagiert die Gemeinde jetzt.
Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde Greifensee liegt aktuell noch bei 80 Prozent. Jetzt beantragt der Gemeinderat eine Erhöhung von 5 Prozentpunkten. Dies ist eine Reaktion auf die sinkenden Einnahmen und die steigenden Investitionen in der Gemeinde, so die Begründung des Gemeinderats.
Die Steuerfusserhöhung ist schon an der letzten Gemeindeversammlung im vergangenen Jahr thematisiert worden. Damals wollte der Gemeinderat den Steuerfuss noch bei 80 Prozent belassen, die Schulgemeinde Nänikon-Greifensee erhöhte ihren Steuerfuss dafür bereits um 2 Prozentpunkte. Sollte nun die Politische Gemeinde nachziehen, könnte das für die Bevölkerung einen Gesamtsteuerfuss von 101 Prozent fürs Jahr 2026 bedeuten.
Steuereinnahmen fehlen
Die Gesamtausgaben sind 2026 auf rund 35,5 Millionen Franken budgetiert, die Einnahmen bei rund 34,2 Millionen Franken. Somit steht der Gemeinde ein Aufwandüberschuss von rund 1,25 Millionen Franken bevor – sofern diese den Steuerfuss erhöht. Immerhin ist dieses Minus niedriger als das budgetierte Defizit von rund 1,9 Millionen Franken für das laufende Rechnungsjahr.

