Status quo oder Pflichtangebot? Weisslingens Sammelstelle polarisiert
Dass mit der Sammelstelle etwas passieren muss, darüber sind sich die Weisslinger einig. Doch welche Variante man sich leisten will – darüber scheiden sich die Geister.
Der Weisslinger Gemeindepräsident Pascal Martin (SVP) zeigte sich am Montagabend in der Widum-Mehrzweckhalle beeindruckt: «Heute Abend hatten wir das am intensivsten diskutierte Geschäft seit den neun Gemeindeversammlungen, die ich leite.» Er lobte die engagierten und sehr fairen Diskussionen am Abend.
Dabei standen nur zwei Anträge auf der Traktandenliste. Doch einer davon hatte es in sich. Es ging um die Sanierung und Optimierung der Wertstoffsammelstelle Unterdorf. Und diese wurde schon einmal zurückgewiesen: 2020 war bereits ein erstes Sanierungsprojekt erarbeitet worden, das aber 2021 vom Volk – mit nur zwei Gegenstimmen – knapp abgelehnt wurde.
Die Sammelstelle ist nicht nur baulich veraltet, sondern entspricht auch nicht mehr den aktuellen Umwelt- und Sicherheitsvorschriften. Zudem weist sie Mängel in Funktionalität und Erscheinungsbild auf. Gemäss Gemeinderat Markus Moser (SVP) hat sich die Lage seit der letzten Projektierung zugespitzt: «Bei einer Kontrolle von kantonaler Ebene könnte die Sammelstelle jederzeit geschlossen werden.»


