Yvonne Bürgin erhält Konkurrenz im Rennen um die Fraktionsspitze
Kein Durchmarsch
Der Weg an die Spitze der Mitte-Fraktion im Bundeshaus wird für Yvonne Bürgin nicht zum Selbstläufer. Sie erhält Konkurrenz aus dem Kanton Aargau.
Noch am Donnerstag hatte vieles darauf hingedeutet, dass das Rennen ums Fraktionspräsidium der Mitte-Partei im Bundeshaus gelaufen ist: Die einzige bekannte Kandidatur war jene von Yvonne Bürgin (54). Die Gemeindepräsidentin von Rüti hatte am Donnerstagmittag via Medienmitteilung ihr Interesse am Posten bekannt gemacht.
Am Freitagmittag lief die Frist zur Einreichung einer Kandidatur ab. Doch auf der Mitteilung, die die Mitte-Partei wenig später auf ihrer Website aufgeschaltet hat, stehen zwei Namen. Neben Yvonne Bürgin bewirbt sich auch Maya Bally um die Nachfolge von Philipp Matthias Bregy.
Maya Bally ist wie Yvonne Bürgin erst seit 2023 Nationalrätin. Die 64-Jährige ist in Dietikon aufgewachsen und lebt seit 2001 in Hendschiken AG. Die Kandidatur kommt einigermassen überraschend, denn die Aargauerin ist bislang im Ratsbetrieb kaum aufgefallen.
«Schön, dass sich zwei Frauen bewerben»
Dass sie eine Konkurrentin um das Fraktionspräsidium hat, stört Yvonne Bürgin nach eigenem Bekunden nicht, im Gegenteil: «Ich finde es schön, dass sich zwei Frauen fürs Präsidium bewerben. So hat die Fraktion eine echte Auswahl. Und die Gewählte wird auch wirklich gewählt und nicht mangels Interesse einfach durchgewunken.»
Nun ist es an einer Findungskommission, die beiden Kandidaturen «auf Vollständigkeit und Übereinstimmung mit dem Anforderungsprofil» zu prüfen, wie die Mitte-Partei schreibt. Anschliessend finden Hearings statt. Die Wahl der neuen Fraktionspräsidentin erfolgt durch die Mitglieder der Mitte-Fraktion in Bern an deren Sitzung vom 16. September.
Die Fraktion braucht ein neues Präsidium, weil der bisherige Amtsinhaber Philipp Matthias Bregy zum neuen Parteipräsidenten gewählt wurde.
